Spinnmilben

Spinnmilbe

Lizenzhinweis: Florida Division of Plant Industry Archive, Florida Department of Agriculture and Consumer Service, bugwood.org, Oligonychus velascoi with eggs, CC BY 3.0

Spinnmilben sind bei warmen und trockenen Witterungsphasen besonders aktiv. Sie legen ihre gelb- roten Eier von April bis Mai an den Blattunterseiten ab. Bei höheren Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit entwickelt sich alle 1–2 Wochen eine neue Generation

Die winzigen, nur etwa 0,5 mm großen, gelbgrünen, braunen oder roten Tierchen sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Später im Jahr und zum Winter hin sind die Weibchen rot und werden deshalb auch als rote Spinnen bezeichnet.

Spinnmilben siedeln sich hauptsächlich an den Blattunterseiten an, saugen dort den Pflanzensaft.  Betroffene Blätter zeigen zu zunächst kleine, helle Flecken an der Oberseite. Im weiteren Verlauf vergrößern sich die Flecken, das Blatt rollt sich ein und verwelkt. Blätter und Triebe werden im Wachstum gebremst.  Beliebte Ziele der Spinnmilbe sind Gewächshauspflanzen z.B. Erdbeeren und Gurken.

Spätestens wenn sie ihre Gespinste über Blätter und Blüten ziehen ist die Diagnose eindeutig.

Obstbaumspinnmilben, die häufig an Apfelbäumen, Birnenbäumen und Pflaumenbäumen anzutreffen sind bilden, im Gegensatz zur „Gemeinen Spinnmilbe“ kaum Gespinste.

Zum Überwintern legt die Obstbaumspinnmilbe ihre roten Wintereier im September und Oktober auf der Rinde der Pflanzentriebe. Bei genauem Hinsehen (evtl. mit Vergrößerungsglas – auch wenn sich der Nachbar wundert) sind die zahlreich abgelegten Eier als winzige rote Punkte zu erkennen.  Bei Befall schafft ein Weißanstrich Abhilfe.

Sowohl „Gemeine Spinnmilbe“ als auch die „Obstbaumspinnmilbe“ mag es lieber trocken. Schon eine regelmäßige Wasserversorgung der Pflanzen und eine Mulchschicht, um die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten, hemmt die Ausbreitung der Spinnmilbe. Bei warmem trockenem Wetter ist es zudem hilfreich die gesamte Pflanze gelegentlich mit Wasser zu besprühen. Leicht befallene Pflanzen kann man mit einem scharfen Wasserstrahl mehrmals, im Abstand von wenigen Tagen abspritzen.

Abgestorbene Pflanzenreste auf Beeten und Pflanzgefäßen entfernen.

Natürliche Fressfeinde der Spinnmilbe sind Florfliegen, Marienkäfern und Raubwanzen.