Schnecken

Nacktschnecke

Gehäuseschnecken verursachen kaum Schäden im Nutzgarten. Die gefräßigen Nacktschnecken können allerdings schnell zum Ärgernis werden. Ab dem späten Frühjahr, wenn viele Gemüsepflanzen und das Beerenobst schon kräftig sprießen, sind sie besonders aktiv. Tagsüber verstecken sie sich äußerst geschickt in feuchten, dunkeln Ecken, z.B. unter und zwischen Steinen oder Holzkonstruktionen. Nachts fallen sie dann über unser Gemüse, einige Kräuter und Obstarten her und können beachtliche Mengen davon vertilgen. Große Fraßlöcher in Blättern und an Blatträndern sowie Schleimspuren auf der Pflanze sind deutliche Erkennungszeichen. Nicht selten ist auch mal eine Jungpflanze komplett verschwunden. Dabei sind Schnecken nicht wählerisch, Salat, Kohl, Kohlrabi, Kürbiss, Gurke, Mangold, Schnittlauch, Basilikum, Erdbeeren und vieles mehr stehen auf ihrem Speiseplan.

Was kann man tun?
Nacktschnecken legen ihre Eier im frühen Sommer ab, die Jungtiere schlüpfen wenige Wochen danach. Falls man Gelege entdeckt kann man sie schon mal absammeln und vernichten. Die Eier sehen aus wie kleine weiße Perlen. Allerdings wird man in der Regel die meisten nicht entdecken.

Zeigen sich erste Fraßspuren an unseren Nutzpflanzen, ist oft noch kein erheblicher Schaden entstanden. Allerdings ist spätestens jetzt Handeln angesagt. Die beste Methode Schnecken wieder loszuwerden ist, sich früh morgens oder am Abend aufzumachen und die Vielfraße einzusammeln. Dann kommen sie aus ihren Verstecken und halten sich an den Pflanzen auf, wo man sie leicht finden kann. Empfehlenswert ist es, beim Absammeln Handschuhe zu tragen, denn der Schneckenschleim haftet erstaunlich gut. Was tut man nun mit den eingesammelten Tierchen? Möglichkeiten gibt es einige, jedoch enden alle mit ihrem Tod, will man weitere Generationen verhindern. Gut wäre es, die Schnecken an ihre natürlichen Fressfeinde wie Igel, Spitzmäuse, Amseln, Elstern, Kröten und Blindschleichen zu verfüttern. Noch besser, wenn diese Helfer in unseren naturnahen Gärten ihr zu Hause eingerichtet haben und sich ihr Futter selbst besorgen.

Man kann die Schnecken aber auch im Wald oder einer anderen natürlichen Umgebung aussetzen (aber nicht in Nachbars Garten) und sie dort ihrem Schicksal überlassen. Auch für Hühner, Gänse und Laufenten sind Schnecken eine willkommene Zwischenmahlzeit.

Eine schnelle, aber etwas brutale Methode ist das Zerschneiden der Schnecken mit einer Schere und anschließender Entsorgung im Hausmüll. Weniger sicher wirken Bierfallen, Schneckenkragen, Schneckenzäune sowie Sägespäne, die man rund um die Pflanzen streut.