Schildläuse

Schildläuse

Lizenzhinweis:   Amada44, Coccoidea – 8660, CC BY-SA 3.0

Schildläuse sind im Nutzgarten vor allem an Stein- und Strauchbeerenobst und bei Lorbeer anzutreffen. Sie siedeln sich vorzugsweise an den Blattunterseiten, entlang der Blattadern an.

Die Weibchen der Schildläuse verbergen sich unter einer wenige Millimeter großen, stabilen Schutzhülle.  Unter diesem Schild können die Tiere, geschützt vor Fressfeinden, an Blättern und Stielen saugen, überwintern und Eier ablegen. Auch die Larven entwickeln sich unter diesem Schild.

Pro Jahr können, je nach Art, eine oder mehrere Generationen heranwachsen. Mit den ersten Jungtieren ist etwa ab Mai zu rechnen.  Bevor sich die Junglarven an Trieben, Blättern und Früchten festsetzen wandern sie eine Zeit lang auf der Pflanze umher.

Die unterschiedlichen Arten der Schildläuse unterscheiden sich in Farben, Formen und Material ihres Schildes und vor allem durch den Schaden, den sie anrichten können. So gibt es von gelb über rot und braun bis grau und fast schwarze Schildfarben, sowie flache (Deckelschildlaus) und gewölbte (Napfschildlaus) Schildformen.

Zur Vorbeugung gegen die Schädlinge sollte man die Pflanzen nicht überdüngen und den Boden gleichmäßig feucht halten, wobei eine Mulchschicht wirkungsvoll unterstützt.

Natürliche Fressfeinde sind z.B. adulte Tiere und Larven von Marienkäfern, Schwebfliegen, Florfliegen und Ohrwürmern. Im Gewächshaus kann man zur Bekämpfung von Schildläusen Schlupfwespen ansiedeln.

Bei einem Befall sollte man möglichst frühzeitig aktiv werden. Bereits im zeitigen Frühjahr überprüft man die Pflanzen auf überwinternde Tiere. Danach empfiehlt sich eine wöchentliche Kontrolle von Mai bis ca. September. Durch Abstreifen, Abbürsten oder vorsichtigem Abkratzen der Schädlinge kann man sie wieder los werden.