Pflaumenwickler

Pflaumenwickler in der Lockstofffalle

Der Pflaumenwickler ist ein kleiner Falter, der nicht nur Pflaumen, sondern auch andere Obstarten wie Aprikosen und Birnen befallen kann. Er ist nur etwa einen cm lang. Die Weibchen legen ab dem Frühjahr ihre Eier einzeln auf den jungen Früchten ab, bevorzugt geschützt auf der Unterseite. Pro Jahr entstehen mehrere Generationen. Die Larven fressen sich in die Früchte.

Durch die Larven der ersten Generation verfärben sich die Früchte vorzeitig und fallen schon im Juni oder Juli vom Baum.  Heruntergefallene Früchte sollte man auf jeden Fall dahingehend untersuchen, ob es sich um den natürlichen Juni- Fruchtfall handelt, oder um einen Befall des Pflaumenwicklers – erkennbar an der Larve oder den Fraßgängen in der Frucht.

Durch die Raupen der zweiten Generation reifen die Früchte vorzeitig. Die beschädigte Frucht ist anfällig gegen Pilzerkrankungen.

Kleine Obstbäume wie Säulenobst kann man mit wenig Aufwand, ab März regelmäßig auf Eiablage und Raupen an den Früchten sowie eingesponnene Puppen am und um den Baum herum kontrollieren. Schädlinge baldmöglichst entfernen, auch bereits befallene Früchte und in einem geschlossenen Behältnis im Hausmüll entsorgen.

Sinnvoll ist eine Lockstofffalle, die man von Anfang März bis September in die Nähe der Bäume anbringt. Die männlichen Pflaumenwickler fliegen, vom speziell für sie entwickelten Lockstoff angelockt, in die Falle und bleiben darin kleben. Zum einen hat man dadurch einen frühzeitigen Indikator ob ein Befall besteht, zum anderen werden weiniger Weibchen begattet und dadurch die Eiablage reduziert oder bestenfalls komplett verhindert.

Natürliche Fressfeinde sind Singvögel, die sich besonders im Frühjahr über eine eiweißreiche Mahlzeit für ihren Nachwuchs freuen.