Nematoden

Nematoden werden auch Fadenwürmer oder Älchen genannt. Die winzigen Tiere halten sich im Boden oder auch in Gewässern auf und sind dort mit bloßem Auge üblicherweise nicht wahrnehmbar. Unter den zahlreichen Arten gibt es Vertreter, die für unsere Nutz- und Zierpflanzen nützlich und solche die schädlich sind.

Schädliche Nematoden dringen über die Wurzeln in die Pflanze ein, wandern durch die Triebe in die Blätter und vermehren sich innerhalb der Pflanze. Sie können alle Pflanzenarten befallen.

Mögliche Symptome sind Verformungen an Blättern, Trieben und Wurzeln, verfärbte und verwelkte Blätter sowie Wachstumsstörungen. Der Rückschluss von einem bestimmten Schadensbild auf einen Nematodenbefall ist in der Regel nur mit Expertenwissen möglich, da Verwechslungsgefahr mit anderen Pflanzenkrankheiten besteht.

Unterschiedliche Nematodenarten spezialisieren sich auf bestimmte Pflanzenfamilien und – Gattungen. Durch Mischkultur, Fruchtwechsel und ausreichende Anbaupausen kann einer ansteigenden Konzentration schädlicher Nematoden im Boden entgegengewirkt werden. Manche Nematodenarten werden durch die Wurzelausscheidungen einiger Pflanzen zurückgedrängt, z.B. durch Ringelblumen oder Studentenblumen (Tagetes).

Stark befallene Pflanzen müssen komplett mit Wurzel entfernt, und mit dem Hausmüll entsorgt werden.