Kohlweißling

Unterschieden werden der große Kohlweißling und der kleine Kohlweißling. Deutlichstes Unterscheidungsmerkmal sind die Spannweiten der Schmetterlinge (bis ca. 6 cm bzw. bis ca. 4 cm). Die Farbunterschiede zwischen den beiden Arten sind eher gering und lassen für Hobbygärtner oft keine eindeutige Unterscheidung zu, besonders weil sich die Schmetterlinge nicht gerne von der Nähe betrachten lassen.

Beide Arten sind in unseren Breiten heimisch und befallen Kohlpflanzen sowie weitere Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler. Während die Raupen des großen Kohlweißlings an einer Pflanze gruppenweise auftreten, sieht man die seines kleinen Verwandten meist nur vereinzelt.

Die Schmetterlinge legen ihre Eier auf den Blattunterseiten der Kohlpflanzen ab. Die zunächst kleinen grünen Raupen sind enorm gefräßig und werden fast zusehends länger und dicker. Die Blätter der befallen Pflanzen, wie Kohlrabi, Wirsing und Co., sind zunächst durchlöchert, bis sich mehrere kleinere Löcher zu wenigen großen Löchern vereinen, und das Blatt damit fast komplett verschwunden sein kann.

Bis die Raupen ausgewachsen sind, müssen sie sich mehrmals häuten, weil es ihnen sonst zu eng wird. Die Raupen des großen Kohlweißlings sind dann ca. 4cm lang, die des kleinen ca. 2,5 cm. Soweit soll es aber erst gar nicht kommen.

Als Schutz der Pflanzen gegen die Eiablage des Kohlweißlings eignen sich Kulturschutznetze, die man ab Ende April auslegt. Da diese Netze bei der Pflanzenpflege etwas hinderlich sein können, kann man alternativ auch wie folgt vorgehen.

Vorbeugend kann man ab ca. Anfang Mai die Blattunterseiten der Kohlpflanzen auf Eiablage des Kohlweißlings kontrollieren. Die Eier sind auffällig gelb, leicht zu finden und lassen sich leicht entfernen. Spätestens, wenn sich ein erster Lochfraß zeigt, muss man mehr tun, bevor die Raupen größeren Schaden anrichten. Die noch kleinen Raupen kann man dann regelmäßig absammeln und vernichten, oder besser noch, den Vögeln servieren.