Gemüsefliegen

Linkes Bild, Kohlfliege. Lizenzhinweis: Bj.schoenmakers, Anthomyiidae indet. (Diptera sp.) male, Elst (Gld), the Netherlands, CC0 1.0ittleres Mittleres Bild, Möhrenfliege. Lizenzhinweis: Sarefo, Chamaepsila.sp.1, CC BY-SA 4.0
Rechtes Bild, Zwiebelfliege. Lizenzhinweis: AJC1 from UK, Anthomyiid fly (28183337112), CC BY-SA 2.0

Je nachdem, welche Gemüsearten diese Schädlinge bevorzugen, unterscheidet man zwischen Kohlfliegen, Zwiebelfliegen und Möhrenfliegen.  

Für alle gilt, nur Vorbeugen verspricht Erfolg. Ist das Gemüse bereits befallen, ist eine Bekämpfung in der Regel nicht mehr möglich, ohne das Gemüse zu vernichten.  Eine geringe Chance hat man, indem man die Pflanze herauszieht und nach dem Entfernen der Maden wieder einpflanzt. Pflanzen, die nicht mehr zu retten sind, werden im Hausmüll entsorgt.

Zur Vorbeugung für alle Gemüsefliegen eigenen sich Kulturschutznetze, die vor dem Auftreten der Schädlinge bis zur Ernte ausgelegt werden. Da vom Vorjahr im Boden noch Fliegenpuppen vorhanden sein können, die auf eine bestimmte Gemüseart spezialisiert sind, ist ein jährlicher Fruchtwechsel ratsam.

Die erwachsene Kohlfliege ähnelt einer kleinen Stubenfliege. Sie taucht ab ca. Mai auf und legt ihre Eier an die Wurzelansätze der Kohlpflanzen, nahe der Bodenoberfläche. Auch Rettiche und Radieschen können befallen werden. Die Maden fressen sich dann durch den noch weichen Wurzelansatz ins Innere der Jungpflanzen, die in der Folge ganz oder teilweise verwelken.

Zusätzlich oder alternativ zu den oben erwähnten Kulturschutznetzen in Kombination mit jährlichem Fruchtwechsel gibt es weitere wirkungsvolle Maßnahmen.

In einer Mischkultur mit Tomaten oder Sellerie, deren Geruch die Kohlfliege irritiert und fernhält, sind Kohlpflanzen schon recht gut geschützt.

Eine regelmäßige Sichtkontrolle auf Eiablage, ab Ende April bis Oktober, ermöglicht frühzeitiges Handeln. Im Haus- und Hobbygarten kann man die weißen, länglichen Eier einfach entfernen.

Ist der Wurzelansatz der Kohlpflanzen bedeckt, kann der Schädling keine Eier daran ablegen. Erreichen kann man das, indem man die Pflanzen tief genug in die Erde setzt und/oder etwas Erde anhäufelt (bei Kohlrabi soll jedoch die Knolle nicht auf der Erde aufliegen), oder einen Kohlkragen anbringt.

Nach der Ernte keine Kohlreste auf dem Beet liegen lassen.

Wie ihr Name schon verrät, hat sich die Zwiebelfliege auf Zwiebelgewächse wie Speisezwiebeln, Lauch, Knoblauch und Schnittlauch spezialisiert. Die erwachsene Zwiebelfliege ähnelt einer kleinen Stubenfliege.

Ab April (etwa mit der Löwenzahnblüte) schlüpfen die ersten Fliegen aus den in der Erde überwinterten Puppen und ernähren sich von frühblühenden Kräutern wie Löwenzahn oder Wiesenkerbel. Danach legen die Weibchen ihre Eier in der Nähe der Zwiebelpflanzen ab. Die Larven ernähren sich von den jungen Wurzeln und Trieben, wodurch die Pflanzen welken und absterben. Eine zweite Generation entwickelt sich im Juli, eine dritte im August. Die Pflanzen sind dann allerdings schon robuster und verkraften einen Befall besser. Einen Befall bemerkt man oft erst nach der Ernte, wenn das innere des Zwiebelgewächses mit Fraßgängen durchsetzt ist.

Zusätzlich oder alternativ zu den oben erwähnten Kulturschutznetzen schützt eine Mischkultur vor dem Schädling. Zwiebelfliegen mögen nämlich keine Möhren und Möhrenfliegen keine Zwiebelgewächse, beide mögen keinen Wind. Daraus kann man folgern, dass eine Mischkultur mit Zwiebelgewächsen und Möhren, angebaut auf einem windoffenen Beet, einen guten Schutz gegen die Schädlinge bietet.

Auch bei der Möhrenfliege ermöglicht eine regelmäßige Sichtkontrolle auf Eiablage, ab Ende März bis September, frühzeitiges Handeln. Im Haus- und Hobbygarten kann man Eier einfach entfernen.