Blutläuse

Die Blutlaus ist mit anderen Blattlausarten nah verwandt. Sie befällt vorzugsweise Apfelbäume aber auch andere Obstbäume. Der Name „Blutlaus“ deutet auf die rote Flüssigkeit hin, die sie abgibt, wenn sie zerdrückt wird. Sie nistet sich gerne in verletzte Stellen der Rinde ein, sowie im Wurzelbereich.

Ein Befall tritt ab ca. Mai auf. An jungen und älteren Trieben, im Stammbereich und im Wurzelbereich, sammeln sich die weißen, wollähnlichen Wachsausscheidungen der Blutläuse an. Unter dieser Schutzschicht befinden sich die winzigen, dunkelbraunen Tiere. Durch ihre Saugtätigkeit an der Pflanze können Pflanzengallen entstehen sowie weitere Störungen im Pflanzenwachstum. Außerdem kann an geschädigten Stellen Pilzbefall auftreten.  Im Sommer entwickeln sich flugfähige Läuse, die benachbarte Pflanzen besiedeln und dadurch auch Viruserkrankungen übertragen können.

Mit einem Weißanstrich kann man Unterschlupfmöglichkeiten für die Schädlinge verschließen.  Natürliche Fressfeinde sind z.B. Marienkäfer und besonders ihre Larven, Schwebfliegenlarven, Florfliegenlarven und Ohrwürmer.

Besonders bei kleinen Bäumen (Säulenobst) bietet sich das Abbürsten befallener Stellen mit einer weichen Bürste an. Sehr gute Erfolge erreicht man auch durch Einsprühen mit einer Schmierseifenlauge, die Wachsschicht und Läuse zerstört. Falls wider Erwarten der Befall nicht zurückgedrängt werden kann müssen starkbefallene Pflanzenteile entfernt und entsorgt werden.