Blattwanzen

Grüne Reiswanze, erwachsen und mehrere Larvenstadien
Grüne Reiswanze, erwachsen und mehrere Larvenstadien

Blattwanzen besiedeln viele Gemüse- und Obstpflanzenarten, von deren Saft sie sich ernähren. Erwachsene Tiere sind flugfähig, ihre unterschiedlichen Larvenstadien nicht. Einige Arten sind durch ihre Farbe(n) gut getarnt (z.B. die grüne Reiswanze), andere sehr auffällig (z.B. die rote Feuerwanze)

Blattwanzen überwintern als erwachsene Tiere und treten ab dem Frühjahr, besonders stark aber in langen, heißen Sommern auf. Bevorzugte Obst- und Gemüsepflanzen sind z.B. Äpfel, Birnen, Beeren, Bohnen, Gurken, Tomaten und Kohl. Blattwanzen legen ihre Eier auf Blattunterseiten ab (siehe Bild, Beispiel grüne Reiswanze).

Auf Blättern unregelmäßig verteilte Fraßlöcher, sowie verfärbte Einstichstellen an Trieben und Früchten weisen auf einen Befall durch Blattwanzen hin. Bei Blüten, Früchten und Trieben kann es zu Deformationen kommen. Außerdem können Blattwanzen Virusinfektionen auf Pflanzen übertragen. Blattwanzen richten jedoch meist keinen großen Schaden an.

Ab dem Frühjahr sollte man sowieso immer wachsam den Garten inspizieren und dabei natürlich auf Schädlingsbefall achten. Schon einzelne Blattwanzen sollte man sofort absammeln und vernichten, damit es bestenfalls erst gar nicht zur Vermehrung kommt. Blattwanzen lassen sich bei Gefahr meist einfach fallen (stellen sich tot), also am besten ein Gefäß drunter halten. Die Tiere werden erst mit der Tageswärme richtig aktiv, der frühe Morgen ist also ein guter Zeitpunkt zum Absammeln. Es empfiehlt sich Handschuhe zu tragen, da einige Arten (Stinkwanzen) bei Gefahr ein stinkendes Sekret absondern.

Sehr frühe Larvenstadien (siehe Bild, Beispiel grüne Reiswanze) lassen sich sehr gut mit Schmierseifenlauge bekämpfen. Wanzenlarven direkt damit einsprühen.

Natürliche Fressfeinde sind Vögel und Kröten.