Erdbeere

Familie: Rosengewächse‎ (Rosaceae)
Gattung: Gattung‎: ‎Erdbeere (Fragaria)
Arten: z.B. Garten-Erdbeere (Fragaria × ananassa), Wald-Erdbeere (Fragaria vesca L.)

Schön, fruchtig süß, mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen – und deshalb sehr gesund. Was will man mehr? Und zum Anbau dieser beliebten Nasch-Frucht, benötigt man nicht mal viel Platz, denn viele Sorten wachsen auch sehr gut in Töpfen, Kübeln und Balkonkästen.

Zur Auswahl stehen einmaltragende Sorten, immertragende Sorten und Monatsbeeren. Einmaltragende Sorten liefern in einer Zeitspanne von etwa 4 Wochen viele Früchte. Immertragende Sorten gehen es gemächlicher an. Sie liefern nicht so viele Früchte auf einmal, dafür aber nacheinander, über einen längeren Zeitraum vom Frühling bis in den Herbst. Monatsbeeren tragen kleine aromatische Früchte, ebenfalls von Frühjahr bis Herbst.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Die meisten Sorten fühlen sich an einem sonnigen, luftigen Platz am wohlsten, manche Sorten haben auch nichts gegen Halbschatten. Auch der Platzbedarf ist sortenabhängig, pro Pflanze ca. 25-30 cm (Umfang) sind in der Regel ausreichend.

Erdbeeren sollte man nicht länger als 3-4 Jahre am selben Platz anbauen und nicht an Stellen, wo in den letzten drei Jahren bereits Erdbeeren standen.

Gute Mischkultur- Partner für Erdbeeren sind Erbsen, Feldsalat, Gartenkresse Möhren, Knoblauch, Lauch, Petersilie, Pfefferminze, Salat, Spinat und Zwiebeln.

Schlechte Nachbarn für Erdbeeren sind Kohlarten, Radieschen und Rettich.

Pflanzung, geeigneter Boden

Geeignete Pflanzzeitpunkte sind, je nach Sorte, entweder Ende März, wenn der Boden schon leicht erwärmt ist, oder Juli bis August. Pflanzabstand je nach Sorte 20-30 cm.

Bei Jungpflanzen aus dem Gartencenter wird der Topfballen erd-eben eingesetzt. Bei wurzelnackten Pflanzen werden die Wurzeln auf max. 15 cm gekürzt. Das Pflanzloch soll so tief sein, dass Wurzeln, ohne sie abzuknicken, reinpassen. Im Pflanzloch etwas Erde anhäufeln, Pflanze draufsetzen, die Wurzeln gleichmäßig verteilen und vollständig mit Erde bedecken. Das Herz (Zentrum, aus dem Blattstiele treiben) muss frei bleiben.
Erde etwas andrücken und gießen.

Als Pflanzgefäß eignen sich Blumentöpfe oder Blumenkästen die mindestens ca. 20 cm tief, sind. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen“.

Erdbeeren bilden Ranken (außer Monatsbeeren), das sind Triebe, an deren Ende Jungpflänzchen sitzen. Diese kann man zum Ziehen neuer Erdbeerpflanzen verwenden, in dem man sie neben der Mutterpflanze einwachsen lässt und später verpflanzt, oder man schneidet sie an der Mutterpflanze ab und setzt sie direkt an die gewünschte Stelle oder in ein Pflanzgefäß.

Sollen die Ranken nicht zur Vermehrung dienen, schneidet man sie auf jeden Fall, direkt an der Mutterpflanze ab, die dadurch mehr Kraft in Blüten und Früchte stecken kann.

Erdbeeren bevorzugen tiefgründigen, durchlässigen und humosen Boden.

Den Boden sollte man bereits einige Wochen vor der Pflanzung aufbereiten, d.h. etwa spatentief auflockern, pro Pflanze etwa 0,5 Liter Pflanzerde und 5 Gramm organischen Beerendünger oberflächlich in den Boden einarbeiten.

Für Erdbeeren im Pflanzgefäß eignet sich lockere, humose Gartenerde, der man noch ca. 10% Sand beimischt.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Erdbeeren im Freiland und im Kübel werden gedüngt, wenn die letzten Früchte abgeerntet sind. Dazu eignet sich ein organischer Beerendünger.

Während der Blütenbildung im Frühjahr bis kurz vor der Reife der letzten Früchte düngt man dann 2-wöchentlich mit etwas kaliumreichem, organischem Flüssigdünger nach.

Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden. Beim Gießen möglichst Blätter und Früchte trocken halten. Staunässe ist für Erdbeeren sehr schädlich. Bei längeren Nässeperioden ist es ratsam die Pflanzen, z.B. durch einen gut durchlüfteten Folientunnel, zu schützen.

Nach der ersten Blüte wird eine Mulchschicht aus Stroh ausgelegt, die die Früchte sauber und den Boden länger feucht hält. Das Stroh wird nach der Ernte wieder entfernt.

Welke und erkrankte Blätter schneidet man möglichst bald ab. Auch Ranken, die nicht zur Vermehrung verwendet werden, immer gleich direkt an der Mutterpflanze abschneiden.

Üblicherweise nimmt die Fruchtproduktion im vierten Jahr nach der Pflanzung deutlich ab. Jetzt ist der Zeitpunkt, um alte Pflanzen durch neue zu ersetzen. Die neuen Pflanzen dürfen allerdings nicht dahin gepflanzt werden wo die alten standen, damit sie nicht gleich unter angesiedelten Krankheitserregern und Schädlingen leiden müssen.

Auch Topfpflanzen nach maximal 4 Jahren durch neue Pflanzen ersetzen. Dabei das alte Substrat entfernen, das Pflanzgefäß gut reinigen und mit frischem Substrat füllen.

Erdbeeren können von unterschiedlichen Schädlingen wie Blattläusen, Blattwanzen, Schnecken, Spinnmilbe und Fruchtfliegen befallen werden, oder von Krankheiten z.B. von Mehltau, Grauschimmel, Wurzelfäule, Weiß- und Rotfleckenkrankheit, Verticillium-Welke. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.

Überwintern

Im Herbst schneidet man mit einer scharfen Gartenschere alle verwelkten und erkrankten Blätter und alle Ranken weg, auch wenn kein Blatt mehr übrigbleiben sollte. Das Herz der Pflanze darf dabei jedoch nicht beschädigt werden. Alle auf der Erde liegenden Pflanzenteile und ggf. Strohreste werden entfernt.

Danach wird der Boden vorsichtig etwas aufgelockert.  Eine neue Mulchschicht aus Stroh dient als Kälteschutz und wird nach den letzten strengen Frostnächten wieder entfernt.

Kübelpflanzen überwintern am besten im Freien. Ideal wäre ein geschützter Platz in Hausnähe. Auf jeden Fall sollte es ein schattiger Platz sein. Den Kübel packt man mehrlagig in Jute oder in eine Kokosmatte ein und bedeckt den Wurzelballen mit Stroh.

Den Kübel stellt man auf eine isolierende Unterlage, z.B. ein dickes Holzbrett. Ab und zu, etwa alle 2-3 Wochen, an frostfreien Tagen ein wenig Wasser geben, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet.

Ernten und haltbar machen

Je nach Sorte können Erdbeeren von Mai bis Oktober geerntet werden.

Erntereif sind die Früchte, wenn sie ihre volle Farbe haben. Eine Druckprobe will ich lieber nicht empfehlen, eher noch einen Geschmackstest. Reife Früchte sollten zeitnah gepflückt werden, also nicht lange hängen lassen. Erdbeeren werden inklusive Stiel geerntet.

Zum haltbar machen lassen sich Erdbeeren gut einfrieren, dörren, und natürlich zur allseits beliebten Marmelade oder Konfitüre verarbeiten.

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Frische Erdbeeren, direkt aus dem eigenen Garten schaffen es oft gar nicht bis in die Küche. Falls doch, sollte man sie sehr bald verzehren oder verarbeiten. Immerhin würden sie wenige Tage im Kühlschrank überstehen können, was man Erdbeeren aus dem Supermarkt nicht uneingeschränkt unterstellen kann.

Geschmacklich sind Erdbeeren traumhaft. Himmlisch sind zerstampfte Erdbeeren unter frischgeschlagene Sahne gemischt und auf einer frisch gebackenen Waffel serviert.