Gründüngung

Die Gründüngung ist eine weitere Methode, die zu einer guten Pflege des Gartenbodens führt und gleichzeitig für eine Grunddüngung für alle Pflanzen sorgt.

Nachdem die Gemüsebeete abgeerntet sind, sät man Gründüngungspflanzen, die durch ihr Wurzelgeflecht den Boden auflockern und später durch ihre schnelle Zersetzbarkeit die Humusbildung und das Bodenleben fördern. Manche Gründüngungspflanzen reichern zusätzlich den Boden mit Stickstoff an. Eine Gründüngung schafft somit beste Voraussetzung für die Gemüsepflanzen im Folgejahr.

Einige Beispiele für Gründüngungspflanzen sind

  • Blaue Lupine, Persischer Klee und Saatwicke. Dies sind Schmetterlingsblütler und deshalb nicht als Gründüngung vor oder nach Bohnen und Erbsen geeignet
  • Gelber Senf, Ölrettich, Winterraps, Kresse. Dies sind Kreuzblütler und deshalb nicht als Gründüngung vor oder nach Kohlgewächsen geeignet.
  • Phazelie ist ein Raublattgewächs und mit keinem Gemüse näher verwandt. Deshalb gut geeignet für die Gründüngung im Gemüsegarten für alle Gemüsearten.

Im Handel werden auch verschiedene Gründüngungs- Mischungen angeboten, die universell für den Gemüsegarten geeignet sind.

Eine Gründüngung kann von Frühjahr bis Herbst gesät werden, am besten aber im Spätsommer auf allen, bis dahin abgeernteten, Beeten. Der Boden wird geebnet, grobe Pflanzenteile werden entfernt. Danach wird das Saatgut breitwürfig ausgebracht, oberflächlich eingeharkt, leicht angedrückt und gut gegossen. Gründüngungspflanzen wachsen relativ schnell heran, je nach Art innerhalb ca. 5-10 Wochen bis zur Blüte. Vor der Samenreife schneidet man die Gründüngungspflanze ab, lässt sie ein paar Tage auf dem Beet liegen und arbeitet sie dann oberflächlich in den Boden ein, maximal 10-15 cm, damit noch genügend Sauerstoff zur Verrottung dran kommt. Anschließend wird alles mit Mulchmaterial abgedeckt.

Gründüngungspflanzen, die vor dem Winter nicht mehr zu Blühen kommen, auch die nicht winterharten, bleiben auf dem Beet und werden erst im Frühjahr in den Boden eingearbeitet.