Hungrige und weniger hungrige Pflanzen

Bezüglich der benötigten Nährstoffmengen der unterschiedlichen Pflanzenarten, unterscheidet man zwischen Starkzehrern, Mittelzehrern und Schwachzehrern.

Starkzehrer – die Hungrigen
Sie haben einen hohen Nährstoffbedarf. Zu ihnen gehören beispielsweise Gurken, Zucchini, Kohl, Kürbis, Mangold, Paprika, Tomaten, Kartoffeln.

Mittelzehrer – die Maßvollen
haben einen mäßigen Nährstoffbedarf. Zu ihnen gehören beispielsweise
Knoblauch, Kohlrabi, Feldsalat, Pflücksalat, Rote Bete, Basilikum, Erdbeeren, Estragon, Spinat.

Schwachzehrer – die Asketen
kommen mit geringem Nährstoffangebot aus. Zu ihnen gehören beispielsweise Buschbohnen, Bohnenkraut, Dill, Gewürzlorbeer, Kresse, Majoran, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Ysop.

Ein artspezifisch ausgewogenes Nährstoffangebot ist essenziell für einen gesunden Pflanzenstoffwechsel und -Wasserhaushalt. Eine bedarfsgerechte Versorgung lässt die Pflanzen robust wachsen, blühen und fruchten und macht sie widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlinge.

Ein Nährstoffmangel an kann sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern. Beispiele sind Wachstumsstörungen, Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge, Blattverfärbungen und-Verformungen, trockene Blattränder und -spitzen, verfrühter Blattverlust, absterben von jungen Trieben. Aber auch ein Überangebot kann zu Störungen im Pflanzenstoffwechsel führen.

Bei unklaren Ursachen von Wachstumsstörungen und/oder Pflanzenschäden empfiehlt sich eine Boden- Nährstoffanalyse, um eventuellen Mangelerscheinungen gezielt entgegenwirken zu können.

Alle benötigten Nährstoffe können hervorragend durch natürliche Düngemittel bereitgestellt werden. Eine Düngung mit industriell hergestelltem „Kunstdünger“ wäre eher schädlich für die wertvolle Arbeit der Bodenorganismen und damit störend für das ökologische Gleichgewicht.

Der ideale Nährstoffcocktail

Für eine ausgewogene Grunddüngung im Nutzgarten verwendet man am besten Kompost. Die Pflanzen der unterschiedlichen Familien, Gattungen und Arten haben jedoch unterschiedliche Bedürfnisse, bezüglich der Zusammensetzung des idealen Nährstoffcocktails. So benötigen beispielsweise üppig blühende und fruchttragende Pflanzen eher eine phosphorbetonte Düngung, während stark blattbildende Pflanzen eher stickstoffbetont gedüngt werden.

Kompost ist eine wunderbare Grundlage zur Versorgung aller Pflanzen und wertvoll für einen gesunden Gartenboden, muss aber zur Bereitstellung eines optimalen Nährstoffangebots ggf. durch weitere natürliche Düngemittel wie Brennnesseljauche und/oder Beinwelljauche ergänzt werden.

Düngeempfehlungen zu den einzelnen Pflanzen finden Sie in den Kapiteln „Gemüse/Salat“, „Kräuter“ und „Obst“.