Gießen – Durst und nasse Füße vermeiden

Alle Pflanzen benötigen Wasser, die einen viel, andere sehr wenig. Für alle gemeinsam gilt jedoch, besser in größeren Abständen kräftig gießen als täglich nur ein wenig. Beim kräftigen Gießen gelangt mehr Wasser in den Wurzelbereich wodurch die Pflanze mehrere Tage versorgt ist. Gießt man zu wenig, bleibt der größte Teil des Wassers in der oberen Bodenschicht, und da wo es die Pflanze aufnehmen könnte kommt zu wenig an. Spätestens dann, wenn man bedenkt, dass noch ein Teil des Wassers an der Oberfläche verdunstet, wird man vor Mitleid mit der Pflanze selbst durstig. Damit nicht zu viel Wasser an der Oberfläche verdunstet gießt man möglichst spät abends oder früh morgens.

Bei Kübelpflanzen verhält es sich etwas anders. Hier muss man öfter gießen, da die Aufnahmefähigkeit des Pflanzgefäßes ja sehr begrenzt ist. Staunässe soll aber unbedingt vermieden werden. Ideal ist ein möglichst gleichmäßig feuchtes, aber nicht nasses Substrat. Sammelt sich das Wasser bereits im Untersetzer, lieber ein paar Tage mit dem Gießen aussetzen. Der Wasserbedarf einer Pflanze ist natürlich während der Trieb-, Blatt- und Fruchtbildung am höchsten. Außerdem verdunstet an heißen Tagen ein erheblicher Teil des Gießwassers.

Gegen das Verdunsten hilft, sowohl auf dem Beet als auch bei Pflanzgefäßen, eine Mulchauflage. Sie hält die Erde gleichmäßiger feucht und vital.

Zum Gießen sollte man möglichst kalkarmes Wasser verwenden. Zu viel Kalk kann den Boden pH-Wert zu stark erhöhen, wodurch die Nährstoffversorgung der Pflanzen gestört werden kann.