Der Gartenboden, Grundlage für gesunde Pflanzen

Pflanzen benötigen für ein gesundes Wachstum einen gesunden und vitalen Boden der ihnen genügend Nährstoffe, Wasser und Luft bereitstellt. Der ideale Boden ist voller Leben, humusreich, und feinkrümelig, kann Wasser speichern und ist dennoch durchlässig genug, damit keine Staunässe entstehen kann.

Gartenböden bestehen größtenteils aus Mischungen mit unterschiedlichen Anteilen an Lehm (Ton), Humus und Sand. Hat man Glück, findet man im eigenen Garten die ideale Mischung vor. Dann ist die Erde locker und bröckelig. Was aber tun, wenn der Gartenboden zu sandig oder zu lehmig ist?

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Sandiger Boden (leichter Boden)

Lehmiger Boden (schwerer Boden)

pH-Wert des Bodens

Sandiger Boden (leichter Boden)

Lässt sich die Erde leicht zwischen den Fingern zerreiben und rieselt feinkrümelig zu Boden liegt das am hohen Sandanteil. Bei solchen Böden versickert Wasser sehr schnell und Nährstoffe werden zu schnell ausgespült. Für die schwachzehrenden mediterranen Küchenkräuter ist das der ideale Boden, wogegen sich die mittel- und stark zehrende Gemüsepflanzen auf solchen Böden nicht so wohl fühlen.

Um dem Idealboden näher zu kommen arbeitet man in solche Böden reichlich organisches Material wie Humus und Kompost ein. Bei sehr sandigen Böden können leicht 10 kg pro m2 und mehr erforderlich sein, den man mit dem Boden spatentief gut vermischt. Damit hat man gleichzeitig eine gute Grunddüngung bereitgestellt. Verwendet man zur Düngung, entsprechend dem Bedarf der angebauten Pflanzen, weiterhin Kompost, verbessert sich der Boden weiter. Eine Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit erzielt man durch Bentonit, einem feinvermahlenen, natürlichen Tonmehl, das außer Wasser auch Pflanzennährstoffe zwischenspeichern kann.

Sandige Böden können auch sehr effektiv mit regelmäßigen Gründüngungen verbessert werden.

Lehmiger Boden (schwerer Boden)

Fühlt sich der Boden an, als könnte man ihn zum Herstellen von Tontöpfen verwenden handelt es sich um überwiegend lehmhaltigen Boden. Wasser und Nährstoffe werden lange gehalten, Staunässe kann schnell entstehen. Solche Böden sind bei einigen Gemüsepflanzen wie Kartoffeln, und Lauch beliebt. Die meisten Kräuter, Gemüse- und Obstarten sind jedoch empfindlich gegen Staunässe und mögen lehmige Böden nicht.

Was dem Boden fehlt ist Sand, also muss Sand rein. Mit der Sandmenge muss man etwas experimentieren. Zunächst kann man etwa 15 kg Sand pro m2 Beetfläche spatentief gut untermischen und dann, je nach Ergebnis, weiteren Sand zusetzten. Auch Kompost und Humus, etwa 10 kg pro m2, hilft den Boden aufzulockern und versorgt ihn gleichzeitig mit Nährstoffen.

Lehmige Böden können auch sehr effektiv mit regelmäßigen Gründüngungen verbessert werden.

pH-Wert des Bodens

Die geeigneten Boden pH-Werte für Gemüse, Obst und Kräuter bewegen sich in einer Bandbreite von mäßig sauer bis leicht alkalisch (pH ca.5,5 bis 7,5). Innerhalb dieser Bandbreite hat jede Pflanzenart ihr individuelles Toleranzband. Bei manchen reicht dieses eher in den sauren Bereich, bei anderen eher in den alkalischen.

Die allermeisten Nutzpflanzen kommen mit einem leicht sauren Boden um pH 6,5 gut zurecht.

Legt man einen Nutzgarten neu an ist es ratsam den pH-Wert des Bodens zu messen und ggf. zu korrigieren, bevor man mit der Pflanzung beginnt, am besten bereits im Herbst. Dazu gibt es im Handel unterschiedliche Hilfsmittel mit Anleitungen. Ist der Boden zu sauer, kann man etwas Gartenkalk, entsprechend der Dosierungsvorgabe des Produktherstellers einarbeiten.

Ein zu alkalischer Boden kann mit Laubkompost, Kaffeetrester oder Traubentrester verbessert werden. Alkalische Böden sollten nur mit Regenwasser gegossen werden, da kalkhaltiges Leitungswasser den pH-Wert weiter erhöhen könnte.

Dass Böden im Laufe Zeit versauern, ist ein natürlicher Prozess. Deshalb ist es ratsam alle 2-3 Jahre die Boden pH-Werte zu kontrollieren. Bei guter Pflege des Gartenbodens und bedarfsgerechter Düngung, wie im Kapitel „Gut versorgte Pflanzen – von der Aussaat bis zur Ernte“ beschrieben, bleibt der pH-Wert in der Regel im geeigneten Bereich.