Salbei, echter

Salbei

Familie: Lippenblütler
Gattung: Salbeipflanzen
Art: Echter Salbei (Salvia officinalis L.), auch Gartensalbei

Salbei, ein altehrwürdiges und gleichzeitig erfrischend belebendes Würz- und Heilkraut und wichtige Zutat in der mediterranen Küche. Salbei gibt es in unterschiedlichen Wuchsformen, Blatt – und Blütenfarben und Geschmacksnuancen. Als Gewürzkraut sind beispielsweise auch der Limonensalbei, der Ananassalbei und einige mehr, interessante Varianten.

Der wuchsfreudige und anspruchslose Halbstrauch blüht von ca. Mai bis Juli. Dann ist er bei Bienen und Schmetterlingen ganz besonders beliebt.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Lebensdauer und Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Vollsonnige Standorte sind für Salbei die besten, je mehr Sonne, desto besser. Pro Pflanze sollte man einen Platzbedarf von mindestens ca. 50 cm Durchmesser berücksichtigen.

Salbei verträgt sich gut mit Kohl und Ysop. Von Kern- und Steinobstbäumen, Dill und Salat sollte man ihn fernhalten.

Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Salbei ist mehrjährig und lässt sich auch gut über Stecklinge vermehren. Jungpflanzen kann man ab Mitte Mai ins Freie setzen, ins Beet oder in einen Kübel.

Vor dem Einpflanzen den Wurzelballen zunächst gut mit Wasser tränken. Am besten man stellt die Pflanze mitsamt dem Topf in einen mit Wasser gefüllten Behälter. Nach einige Minuten aus dem Wasserbad nehmen, den Topf entfernen und den Wurzelballen etwas auflockern.  Dann wird die Pflanze so eingesetzt, dass die Oberkante des Wurzelballens mit der Boden- Oberkante abschließt. Danach einige Tage feucht halten.

Am besten gedeiht Salbei in nährstoffarmer, gut durchlässiger und etwas kalkhaltiger Erde mit hohem Sandanteil.

Für die Pflanzung in einen Kübel eignet sich Kräutererde, der man noch 20% Sand zusetzen kann. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen…“.

Am einfachsten kann man Salbei durch Stecklinge vermehren, die beste Zeit dafür ist von Mai bis Juli. Dazu schneidet man von der Mutterpflanze einen ca. 10 cm langen Trieb ab und entfernt die unteren Blätter. Etwa 5 cm tief in ein kleines Pflanzgefäß mit Sand oder Kräutererde gesteckt bilden sich bald Wurzeln und die Pflanze beginnt auszutreiben. Während der ganzen Zeit soll die Pflanze in milder Umgebung stehen und die Erde leicht feucht gehalten werden. Treibt die junge Pflanze schon kräftig aus, kann sie ins Beet oder in einen Kübel umgepflanzt werden.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Als Schwachzehrer benötigt Salbei nur wenige Nährstoffe. Zusätzlich zur Grunddüngung braucht er etwas Kalk, der häufig schon mit dem Gießwasser zugeführt wird. Verwendet man Regenwasser zum Gießen, oder der Kalk wird durch häufigen Regen ausgespült, gibt man ab dem 2. Frühjahr jährlich etwas Gartenkalk.

Kübelpflanzen bekommen etwas organischem Flüssigdünger, alle 2 Monate von April bis August und, falls man mit kalkarmem Wasser gießt, ab dem 2. Frühjahr jährlich ebenfalls etwas Gartenkalk.

Pflanzen im Beet nur bei längerer Trockenheit ab und zu ein wenig Wasser geben. Bei Kübelpflanzen darauf achten, dass sie nicht komplett austrocknen. Staunässe unbedingt vermeiden.

Im Frühjahr wird die Pflanze leicht in Form geschnitten. Erfrorene Triebe werden komplett abgeschnitten. Im frühen Herbst kann man Salbei auch stärker zurückschneiden, dadurch treibt er im nächsten Frühjahr kräftiger aus.

Salbei kann von unterschiedlichen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Beispielsweise von Spinnmilben, Weiße Flieger oder Mehltau.   Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.

Lebensdauer und Überwintern

Mit Winterschutz übersteht Salbei auch kalte Winter in der Regel ohne Probleme. Den Wurzelbereich sollte man mit Reisig oder Laub abdecken. Salbei im Kübel wird zum Überwintern vor dem ersten Frost ins Haus geholt. Ideal ist ein heller, kalter aber frostfreier Platz.

Ernten und haltbar machen

Salbei kann ganzjährig geerntet werden. Die älteren, größeren Blätter sind aromatischer als die Frischlinge. Das beste Aroma hat er vor der Blüte. Schneidet man die Blüten rechtzeig ab, wird die Bildung neuer Triebe angeregt.

Als Wintervorrat lässt sich Salbei gut trocknen und auch gut einfrieren.

Zum Trocknen erntet man am besten kurz vor der Blüte an einem sonnigen Tag. Zunächst braust man die gesamte Pflanze ab und lässt sie in der Sonne abtrocknen. Dann erntet man die Zweige, bindet sie zu Sträußen zusammen und hängt sie kopfüber an schattiger, luftiger und trockener Stelle auf. Ist das Kraut gut durchgetrocknet, kann man die Blätter leicht abzupfen. In einem gut verschlossenen Glas, lichtgeschützt aufbewahrt, ist das Würzkraut einige Monate haltbar.  

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Außer den frischen, getrockneten oder tiefgefrorenen Blättern, sind auch die Blüten essbar und zusätzlich noch sehr dekorativ. Getrocknete Blätter sind etwas herber und würziger als die frischen.

Schon mal ein Gericht mit weißen Bohnen mit Salbei gegessen? Wenn nicht unbedingt nachholen. Zahlreiche andere Gerichte mit Salbei haben ebenfalls das Potential unseren Gaumen gierig nach mehr zu machen. Da wären z.B. die dünnen Rindfleischröllchen (Involti), gefüllt mit frischen Salbeiblättern, eine Salbei-Knoblauch- Auflage auf weißem, gedünstetem Fisch, Soßen zu Fleisch-  Geflügel- und Fischgerichten in die man zum Ende der Garzeit einige Salbeiblätter gibt.