Oregano

Oregano

Lizenzhinweis: Dezidor, Origanum vulgare, CC BY 3.0

Familie: Lippenblütler
Gattung: Origanum (Doste)
Art: Oregano (Origanum vulgare)

Oregano, verpflichtend für die mediterrane Küche.  Für den Kräutergarten stehen einige Sorten zur Auswahl.  In meinem Genussgarten wächst und gedeiht der Griechische Oregano (Origanum vulgare subsp. Hirtum). Oregano kann etwa 30-50 cm hoch und recht ausladend werden. Er blüht zwischen Juli und September. Im Winter bleibt er grün. Die Pflanze eignet sich auch gut als Bodendecker.

 Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Lebensdauer und Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Am vollsonnigen Platz bringt Oregano das beste Aroma hervor, zeitweise etwas Schatten, besonders in der sommerlichen Mittagssonne, ist ihm willkommen. Pro Pflanze sollte man einen Platzbedarf von ca. 30 bis 50 cm Durchmesser berücksichtigen.

Für Gurken, Zucchini und Zwiebeln ist Oregano er ein guter Begleiter. Die mehrjährige Pflanze setzt man am besten an den Rand der Gemüsebeete.

Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Wie die meisten mehrjährigen Kräuter kaufe ich Oregano als Jungpflanze im Fachhandel.

Ab etwa Mitte April darf Oregano ins Freiland, in lockeren, wasserdurchlässigen und nährstoffarmen Boden, in den man eine Handvoll Kompost und etwas Gartenkalk einarbeitet.

Vor dem Einpflanzen den Wurzelballen zunächst gut mit Wasser tränken. Am besten man stellt die Pflanze mitsamt dem Topf in einen mit Wasser gefüllten Behälter. Nach einige Minuten aus dem Wasserbad nehmen, den Topf entfernen und den Wurzelballen etwas auflockern.  Dann wird die Pflanze so eingesetzt, dass die Oberkante des Wurzelballens mit der Boden- Oberkante abschließt. Danach einige Tage feucht halten.

Für eine Topfkultur sollte das Pflanzgefäß mindestens etwa 20 cm Durchmesser haben. Als Substrat in eignet sich Kräutererde. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen“.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Oregano ist ein Schwachzehrer und sehr anspruchslos. Zusätzlich zur Grunddüngung ist er für etwas Kalk dankbar. Kalk wird häufig schon mit dem Gießwasser zugeführt. Verwendet man Regenwasser zum Gießen, oder der Kalk wird durch häufigen Regen ausgespült, gibt man ab dem 2. Frühjahr jährlich etwas Gartenkalk.

Topfpflanzen bekommen von April bis August monatlich ein wenig organischen Flüssigdünger und, falls man mit kalkarmem Wasser gießt, ab dem 2. Frühjahr jährlich ebenfalls etwas Gartenkalk.

Oregano braucht nur wenig Wasser und hält kurze Trockenphasen gut aus. Staunässe verträgt er nicht.

Die Pflanze sollte alle 3 Jahre im Frühjahr geteilt werden. Dazu die gesamte Pflanze ausgraben, mit einem scharfen Messer etwa die halbe Pflanze abtrennen und beide Teile an einem anderen Platz einpflanzen.

Falls der Platz zu eng wird, kann man Oregano auch während der Wachstumsphase, regelmäßig zurückschneiden, bis ca. 10cm über dem Boden. Soll die Vermehrung durch Selbst- Aussaat vermieden werden, müssen die Blütenstände vor der Samenbildung abgeschnitten werden. Im Oktober wird die Pflanze komplett einige cm über dem Boden abgeschnitten.

Bei längeren Nässeperioden können Blätter und Triebe faulen, bei heißem und trockenem Wetter ist ein Befall mit Spinnmilben möglich. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte. 

Lebensdauer und Überwintern

Oregano ist mehrjährig und weitgehend winterhart. Eine Mulchschicht schützt den Wurzelbereich vor strengem Frost.

Kübelpflanzen zum Überwintern im Freien mit Jute umwickeln und windgeschützt auf eine isolierende Unterlage aufstellen. Zum Überwintern im Haus in einen kühlen, frostfreien und hellen Raum stellen.  Gelegentlich sehr sparsam gießen, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet.

Ernten und haltbar machen

Oregano kann von Mai bis Oktober geerntet werden. Während der Blüte (Juli bis September) ist das Aroma am intensivsten. Meist wird die Pflanze zu groß und ausladend, so dass man auch komplette Stiele, oder sogar die gesamte Pflanze, etwa 10 cm über dem Boden abschneiden kann.  Die Pflanze treibt dann sehr schnell wieder aus.

Kräuter zum Trocknen erntet man am besten während der Blüte an einem sonnigen Tag. Zunächst braust man die gesamte Pflanze ab und lässt sie in der Sonne abtrocknen. Dann erntet man die Zweige, bindet sie zu Sträußen zusammen und hängt sie kopfüber an sonnengeschützter, luftiger, trockener Stelle auf.

Ist das Kraut gut durchgetrocknet, streift man Blätter und ggf. auch Blütenknospen und Blüten ab und zerreibt sie grob mit den Händen. In einem gut verschlossenen Glas, lichtgeschützt aufbewahrt, ist das Würzkraut viele Monate haltbar.

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Oregano ist in der mediterranen Küche kaum wegzudenken. Mit seinem typischen, leicht bitter-scharfen, sehr aromatischen Geschmack bereichert Oregano zahlreiche Gerichte wie Tomatensoßen, Eintöpfe, Gemüse- und Kartoffelzubereitungen, Marinaden und Kräuterauflagen für Fleisch- und Fischgerichte und natürlich Pizza.

Die Oreganoblätter werden frisch oder getrocknet verwendet. Getrocknet ist Oregano noch intensiver und kann ohne wesentliche Aromaverluste mitgegart werden.