Majoran

Majoran

Familie: Lippenblütler
Gattung: Origanum (Doste)
Art: Wilder Majoran (Origanum majorana)

Majoran, auch Wurstkraut genannt, ist ein sehr stark aromatisches Würz- und Heilkraut mit mediterraner Abstammung. Das Kraut ist verwandt mit Oregano. Geschmacklich unterscheiden sich Oregano und Majoran jedoch erheblich. 

Während Oregano eher für leichte mediterrane Gerichte verwendet wird, eignet sich Majoran besser für die deftige Küche. Majoran blüht von Juli bis September, er ist sehr beliebt bei Bienen.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Lebensdauer und Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Majoran entwickelt sein intensives Aroma an einem vollsonnigen, warmen und geschützten Platz. Pro Pflanze sollte man einen Platzbedarf von ca. 30 cm Durchmesser berücksichtigen.

Die Nähe von Majoran hilft vielen Gemüsepflanzen und Kräutern bei der Abwehr von Mehltau. Für Gurken, Zucchini und Zwiebeln ist er ein besonders guter Begleiter. Die mehrjährige Pflanze setzt man am besten an den Rand der Gemüsebeete.

Majoran ist mit sich selbst unverträglich. Deshalb sollte man ihn nach einigen Jahren an einen anderen Standort pflanzen, an dem in den letzten 4 Jahren kein Majoran stand. Auch die Nähe von Thymian ist ungünstig, also Abstand halten.

Kübelpflanzen alle 3-4 Jahre in neue Erde umtopfen.

Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Das wärmebedürftige Kraut braucht, besonders im Freien, relativ lange bis es erstmals erntereif ist. Deshalb verzichte ich lieber auf die Anzucht von Majoran aus Saatgut und setze im Mai, nach den Eisheiligen, eine gekaufte Jungpflanze direkt ins Beet.

Vor dem Einpflanzen den Wurzelballen zunächst gut mit Wasser tränken. Am besten man stellt die Pflanze mitsamt dem Topf in einen mit Wasser gefüllten Behälter. Nach einige Minuten aus dem Wasserbad nehmen, den Topf entfernen und den Wurzelballen etwas auflockern.  Dann wird die Pflanze so eingesetzt, dass die Oberkante des Wurzelballens mit der Boden- Oberkante abschließt. Danach einige Tage feucht halten.

Der Boden sollte locker, wasserdurchlässig, humusreich und etwas kalkhaltig sein. Im Juli und August kann man mehrjährigen Majoran durch Stecklinge vermehren.

Soll Majoran im Pflanzgefäß wachsen, eignet sich lockere, humusreiche Gartenerde oder Kübelpflanzenerde mit etwas Gartenkalk. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen“.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Majoran ist ein Schwachzehrer, der mit der Grunddüngung schon gut versorgt ist. Majoran benötigt noch etwas Kalk, der häufig schon mit dem Gießwasser zugeführt wird. Verwendet man Regenwasser zum Gießen, oder der Kalk wird durch häufigen Regen ausgespült, gibt man ab dem 2. Frühjahr jährlich etwas Gartenkalk.

Topfpflanzen versorgt man im Juni und im August je 1 Mal mit etwas organischem Flüssigdünger und, falls man mit kalkarmem Wasser gießt, ab dem 2. Frühjahr, jährlich mit etwas Gartenkalk.

Der Wasserbedarf ist recht gering. Staunässe muss auf jeden Fall vermieden werden.

Majoran kann von unterschiedlichen Schädlingen und Krankheiten betroffen werden. Beispielsweise von Schädlingen wie Blattläusen und Schnecken, oder von Infektionen durch Bodenpilze bei zu lange anhaltender Feuchtigkeit. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.

Lebensdauer und Überwintern

Nur der wilde Majoran (Origanum majorana) ist mehrjährig und winterhart.

Ernten und haltbar machen

Majoran kann man fast das ganze Jahr über ernten. Die Stängel höchstens um ein Drittel kürzen, damit die Bildung von Verzweigungen angeregt wird. Am intensivsten ist sein Aroma vor der Blüte.

Zum Trocknen für den Wintervorrat erntet man die ganzen Stängel, am besten kurz vor der Blüte an einem sonnigen Tag. Dazu braust man zunächst die gesamte Pflanze ab und lässt sie in der Sonne wieder abtrocknen. Dann erntet man die Zweige, bindet sie zu Sträußen zusammen und hängt sie kopfüber an luftiger, sonnen- und regengeschützter Stelle auf. Ist das Kraut gut durchgetrocknet, streift man die Blätter, Blütenknospen und ggf. die Blüten ab und zerreibt sie grob mit den Händen.

In einem gut verschlossenen Glas, lichtgeschützt aufbewahrt, ist das Würzkraut haltbar bis es im nächsten Jahr wieder frisches gibt.

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Verwendet werden die frischen oder die getrockneten Blätter und Blüten. Wegen seines intensiven Aromas muss er sorgfältig dosiert werden. Frischer Majoran wird erst gegen Ende der Garzeit zugegeben. 

Majoran passt gut zu vielen Kartoffelgerichten, Linsen- und Bohnengerichten, zu Gemüseeintöpfen und deftigen Soßen für Fleischgerichte.