Lorbeer

Lorbeer

Familie: Lorbeergewächse‎ (Lauraceae)
Gattung: ‎Lorbeer‎en (Laurus)
Art: Echter Lorbeer (Laurus nobilis)

Aus der Familie der Lorbeergewächse ist der Echte Lorbeer, auch Gewürzlorbeer genannt, ein Eroberer der feinen, herzhaften Küche.  Während der antike Sportler als Zeichen seines Sieges mit einem ganzen Lorbeerkranz geziert wurde, reichen dem Koch eines herzhaften Gerichtes ein bis zwei Lorbeerblätter, um Anerkennung zu gewinnen.

Der echte Lorbeer wächst sehr langsam. Zwischen März und Mai trägt er kleine weißliche Blüten. Es gibt Pflanzen mit nur männlichen und Pflanzen mit nur weiblichen Blüten. An den weiblichen Pflanzen bilden sich aus der Blüte blauschwarze Früchte.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Lebensdauer und Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Lorbeer bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Im Laufe der Jahre kann er sehr üppig werden, ist aber sehr gut schnittverträglich. Für Lorbeer als Gewürzpflanze kommt man mit einem Platzbedarf von ca. 50 cm Durchmesser pro Pflanze aus.

Als Partner in einer Mischkultur ist er eher nicht geeignet.

Pflanzung, geeigneter Boden

Gewürzlorbeer kauft man am besten als Jungpflanze im Fachhandel. Die beste Pflanzzeit ist Ende März, sobald keine strengen Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Die Pflanze bevorzugt einen sandig- lehmigen Boden.

Vor dem Einpflanzen den Wurzelballen zunächst gut mit Wasser tränken. Am besten man stellt die Pflanze mitsamt dem Topf in einen mit Wasser gefüllten Behälter. Nach einige Minuten aus dem Wasserbad nehmen, den Topf entfernen und den Wurzelballen etwas auflockern.  Dann wird die Pflanze so eingesetzt, dass die Oberkante des Wurzelballens mit der Boden- Oberkante abschließt. Danach einige Tage feucht halten.

Lorbeer wächst auch sehr gut als Kübelpflanze. Im ersten Jahr reicht ein Topf mit 20 cm Durchmesser. Als Substrat eignet sich Kübelpflanzenerde. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen“.

Die Pflanze lässt sich sehr gut durch Stecklinge vermehren. Dazu schneidet man zwischen Juli und September einen einjährigen, noch nicht stark verholzten Trieb von ca. 20 cm ab, entfernt die unteren Blätter und steckt ihn in ein Gemisch aus Erde und Sand. Zur Wurzelbildung die Pflanze warm und hell, aber nicht in die volle Sonne stellen und gleichmäßig feucht halten.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Lorbeer ist ein Schwachzehrer. In der Regel reicht ihm die Grunddüngung vollkommen aus.  Falls die Blätter blasser werden, kann man mit etwas organischem Flüssigdünger nachdüngen. Kübelpflanzen reicht von Ende März bis September monatlich etwas organischer Flüssigdünger vollkommen aus.

Die Pflanze gleichmäßig leicht feucht halten, Staunässe vermeiden.

Ein regelmäßiger Formschnitt fördert die Verzweigungen und somit ein dichtes Blattwerk. Um die Lorbeerblätter nicht zu verletzen, den Schnitt am besten mit einer Hand- Gartenschere durchführen.

Der erste Formschnitt kann im Mai durchgeführt werden, der zweite im Juli oder August und bei Bedarf, beispielsweise aus Platzgründen, ein dritter Formschnitt vor dem Einräumen der Kübelpflanzen ins Winterquartier.

Vor Schädlingen schützt sich die Pflanze weitgehend selbst. Bei zu warmer Überwinterung kann es zu einem Befall mit Schildläusen kommen. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte. 

Lebensdauer und Überwintern

Gewürzlorbeer ist bedingt winterhart, bis etwa minus 8 °C. Damit das Laub durch die trockene Winterluft und die Wintersonne nicht austrocknet schützt man es mit einem Wintervlies. Der Wurzelbereich wird mit einer dicken Laubschicht abgedeckt.

Ab dem ersten Frost zieht man Kübelpflanzen in ein helles, kaltes aber frostfreies Winterquartier um. Damit die Pflanze nicht komplett austrocknet 2-wöchentlich ein wenig Wasser geben, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Ab Ende März, wenn keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind geht’s dann wieder ins Freie, die ersten Tage an einen sonnengeschützten Platz.

Ernten und haltbar machen

Lorbeerblätter können ganzjährig geerntet werden. Bei Bedarf kann man sie auch durch Trocknen für mehrere Monate haltbar machen. Dazu die gut getrockneten Blätter in einem luftdicht verschlossenen Glas, lichtgeschützt aufbewahren.

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

In der Küche werden die frischen, kräftigen, sattgrünen Blätter, oder die getrockneten Blätter verwendet. Frische Blätter geben ihr Aroma sehr schnell frei, weshalb man sie erst zum Ende der Garzeit zugibt oder zur Herstellung von Marinaden verwendet, z.B. zum Einlegen eines Bratens. Getrocknete Blätter sollten mindestens ca. 15 Minuten mitkochen.

Gewürzlorbeer rundet Soßen zu Fischgerichten und Fleischgerichten, Suppen, Eintöpfe und Gemüsezubereitungen elegant ab.