Kresse

Familie: ‎Kreuzblütler‎ (Brassicaceae)
Gattung: Kressen‎ (Lepidium)
Art: ‎Gartenkresse (Lepidium sativum)

Die Vielfalt ist groß. Die unterschiedlichen Sorten wie z.B. die Brunnenkresse, die Kapuzinerkresse, oder die hier im Weiteren beschriebene Gartenkresse (Lepidium sativum) haben eines gemeinsam. Sie sind gesund und bringen wohlschmeckende Frische auf den Tisch. Besonders in der kalten Jahreszeit zaubert Kresse etwas Sonne auf den Teller.

Die Gartenkresse wird üblicherweise als grüne Jungpflanze geerntet. Interessant ist ihre weitere Entwicklung, wenn man sie auswachsen und blühen lässt. Die Stängel können dann eine Höhe von über 50 cm, die Blätter eine Länge von über 10 cm erreichen.  Sehr schön anzusehen sind die unzähligen kleinen, weißen oder rosafarbenen Blüten.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Lebensdauer und Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen


Wohlfühlplatz

Sonniger, besser vollsonniger Standort im Freien, oder sehr heller, zimmerwarmer Platz im Haus.

Gartenkresse im Freien ist für Möhren, Pastinaken, Spinat und Tomaten und auch Beerensträucher und Erdbeeren ein guter Begleiter.

Kresse neben Kopfsalat kann diesen frühzeitig zum Schießen bringen.


Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Aussaat ins Freie:
Die einfache Gartenkresse wird ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen in lockeren, nährstoffreichen und gut feuchten Boden breitwürfig ausgesät. Kresse ist ein Lichtkeimer. Samen nicht mit Erde bedecken, sondern lediglich leicht andrücken. Danach vorsichtig mit Wasser ansprühen und bis zur Ernte leicht feucht halten.

Für Vögel sind Kressesamen uninteressant, sie stehen nicht auf ihrem Speiseplan. Die Keimtemperatur beträgt mindestens ca. 6 °C, optimal sind etwa 16 bis 22 °C. Die Keimung erfolgt innerhalb weniger Tage. Saat und Keimlinge vor Nachtfrost schützen.

Aussaat im Haus:
Die Gartenkresse wächst im Haus an einem hellen Platz, auf Aussaaterde und auch auf vielen andern Unterlagen, wie z.B. auf Papierküchentücher, Celluloseflocken, Watte oder Vlies aus Hanffasern. Zur Anzucht von Keimlingen als Salat-Topping die Kressesamen gleichmäßig auf die befeuchtete Unterlage ausbringen und gleichmäßig feucht halten. Keimung erfolgt auch hier innerhalb weniger Tage.


Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Darüber hinaus ist für Kresse keine weitere Düngung erforderlich. Auch bei der Aussaat auf anderen Unterlagen, wie oben beschrieben, wird keine weitere Düngung benötigt.

Kresse sollte gleichmäßig feucht gehalten, Nässe aber unbedingt vermieden werden.

Kresse ist widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten. Allgemeine Maßnahmen zum Pflanzenschutz sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben


Lebensdauer und Überwintern

Kresse ist einjährig, landet aber oft bereits schon nach wenigen Wochen auf dem Teller.


Ernten und haltbar machen

Sobald die Gartenkresse etwa 6 bis maximal 10cm hoch ist kann mit der Ernte begonnen werden. Dazu mit der Küchenschere die Kresse direkt über dem Boden abschneiden. Nur die Menge ernten, die man gerade braucht.


Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Mit ihrem scharf- würzigen und erfrischenden Geschmack eignet sich Kresse besonders gut für Salate, Kräuterquark oder als Topping zur Brotauflage.

Auch blühende Gartenkresse, und da besonders die Blüten selbst, ist essbar und zudem sehr dekorativ. Kresse nicht erhitzen.