Dill

Dill

Lizenzhinweis: Hugo.arg at the Samogitian language Wikipedia, Krapai001, CC BY-SA 3.0

Familie: Doldenblütler‎ (Apiaceae)
Gattung: Anethum
Art: ‎ Anethum graveolens

Die Dillblüte ist bei vielen nützlichen Insekten beliebt. Sehr dekorativ ist die sie in der Vase. Am liebsten ist mir Dill und auch die Dillblüte allerdings im Salat oder im Kräuterquark. Sieht auch gut aus und schmeckt gut.

Sorte in meinem Genussgarten: Tetra Dill

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Lebensdauer und Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen


Wohlfühlplatz

Dill bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte, Beim Pflanzabstand sollte man einen Platzbedarf pro Pflanze von ca. 25-30 cm Durchmesser berücksichtigen.

Gute Partner für Dill in Mischkulturen sind Bohnen, Gurken, Kohl, Rote Bete, Salat und Zwiebeln.

Schlechte Begleiter für Dill sind Koriander, Liebstöckel und Salbei.

Dill sollte nicht dort eingesät oder gepflanzt werden, wo in Vorjahren bereits Dill oder andere Doldenblütler gewachsen sind.


Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Ab Mitte März kann man Dill aus Saatgut vorziehen. Die minimale Keimtemperatur beträgt ca. 8 °C, optimal sind etwa 15 bis 20 °C.

Die grundsätzliche Vorgehensweise ist unter dem Thema „Jungpflanzen aus Saatgut vorziehen“ beschrieben. Dort finden Sie wichtige Hinweise und Informationen zur Anzucht kräftiger und gesunder Setzlinge.

Zur Anzucht von Dill verwende ich Fasertöpfe (8 cm, mit großer Bodenöffnung). Die Jungpflanzen werden später inklusive Anzuchttopf ins Beet gepflanzt. Dadurch wird die empfindliche Dillwurzel (Pfahlwurzel) nicht beschädigt, und die Pflanze kann sich ungestört weiterentwickeln. In jeden Anzuchttopf verteile ich gleichmäßig 4 Samenkörner, die ich mit 5 bis 10 mm Erde bedecke.  Die ersten Keimlinge zeigen sich nach ca. 10 bis 15 Tagen.

Damit man möglichst lange Dill ernten kann, zieht man mehrmals im Abstand von einigen Wochen bis Ende Juni, weitere Pflanzen nach.  Eine späte Aussaat kann man als Topfkultur geschützt aufstellen.

Ab Mitte April bis Juli kann Dill direkt ins Freiland ausgesät oder gepflanzt werden. Dill ist ein Dunkelkeimer. Zum Aussäen eine ca. 1cm tiefe Rille ziehen und die Samenkörner darin gleichmäßig verteilen. Den Wurzelballen vorgezogener Pflanzen bodeneben einsetzen. Der Boden sollte locker, wasserdurchlässig und nährstoffarm sein. Falls der Boden jedoch zu karg ist kann man vor der Aussaat ein wenig Kompost einarbeiten.

Für eine Topfkultur eignet sich Kräutererde.  Wegen der Pfahlwurzel eine Topfhöhe von ca. 18-20 cm verwenden. Gegen nasse Füße eine Drainage einbringen. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen“.


Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Als Schwachzehrer benötigt Dill keine weitere Düngung. Topfpflanzen gibt man, mit der Pflanzung in Kräutererde und dann monatlich, sehr sparsam etwas organischen Flüssigdünger.

Dill nur mäßig feucht halten und Staunässe vermeiden. Bei längeren Regenperioden vor Nässe schützen.

Dill kann von unterschiedlichen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Beispielsweise von Schädlingen wie Blattläusen, die oft schon kurz nach der Keimung auftreten, oder Pilz- und Virusinfektionen wie Doldenbrand und Fusarium-Welke/Fusarium-Fäule. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben.  Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.


Lebensdauer und Überwintern

Dill ist einjährig


Ernten und haltbar machen

Hat die Pflanze, nach 6-8 Wochen etwa 15 cm Wuchshöhe erreicht, kann die Ernte beginnen. Die Stängel höchstens um ein Drittel kürzen und mindestens die erste Blattverzweigung (von unten) sehen lassen. Dadurch wird die Bildung von neuen Verzweigungen angeregt.

Nur so viele der jungen Blätter abschneiden, wie für denselben Tag benötigt werden. Will man nur die Blätter ernten, kann man die Pflanze komplett herauszuziehen, wenn sie über etwa 50 cm hoch ist, spätestens Ende Juli. Lässt man sie wachsen, können später auch die sehr aromatischen Blüten und Samen geerntet werden. Dillsamen werden geerntet, wenn die Blütendolden trocken und hellbraun sind.

Kleingehacktes Kraut und Blüten lassen sich gut einfrieren. Die gut getrockneten Samen bewahrt man lichtgeschützt, in einem luftdicht verschlossenen Glas auf.


Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Verwendet werden die Dillblätter, die Blüten und die sehr aromatischen Samen als Zutat in Salaten, in Joghurt und Quark, zu Gurken, in vielerlei Gemüsegerichten und in Soßen und Marinaden zu Fischgerichten.