Basilikum

Familie: ‎Lippenblütler‎ (Lamiaceae)
Gattung: Basilikum‎ (Ocimum)
Art: Basilikum (Ocimum basilicum)

Basilikum sehr gerne, welches Sorte soll es denn sein? Die Vielfalt ist groß. Da wäre der Klassiker, der Genovese-Typ mit seinen großen grünen Blättern, kleinblättrige und rotblättrige Sorten, Thaibasilikum, Buschbasilikum und einige mehr. Allen gemeinsam und doch für jede Sorte individuell ist ihr großartiges Aroma, das gute Sommerlaune in die Küche und auf den Teller bringt.
Sorte in meinem Genussgarten: „Genoveser“, der klassische grünblättrige mit starkem Aroma.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Lebensdauer und Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen


Wohlfühlplatz

Basilikum liebt Wärme und möglichst viel Sonne. Im Freien fühlt er sich vom späten Frühling bis zum frühen Herbst wohl. In Nachbarschaft neben Tomaten, Zucchini und Gurken, hilft Basilikum diesen Pflanzen gegen Schädlinge und Krankheiten wie z.B. die weiße Fliege und Mehltau. Wird Basilikum ins Beet gepflanzt, sollte man einen Platzbedarf von ca. 30 cm Durchmesser pro Pflanze berücksichtigen.

Gute Partner für Basilikum in Mischkulturen sind Fenchel, Gurken, Tomaten und Zucchini. Mit Wermut verträgt sich Basilikum nicht.


Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Zu einer direkten Aussaat ins Freie rate ich nicht, da es selbst Ende Mai und Anfang Juni, besonders nachts oft noch zu kalt wird – und wer wartet schon gerne noch länger.

Von Mitte April bis Ende Mai kann man Basilikum aus Saatgut vorziehen. Die Mindesttemperatur für die Keimung beträgt ca. 14 °C.  Optimal sind etwa 20 bis 24 °C.  Die grundsätzliche Vorgehensweise ist unter dem Thema „Jungpflanzen aus Saatgut vorziehen“ beschrieben. Dort finden Sie wichtige Hinweise und Informationen zur Anzucht kräftiger und gesunder Setzlinge.

Für Basilikum verwende ich einen Anzuchttopf von 10 cm Durchmesser, gefüllt mit Anzuchterde und verteile darauf möglichst gleichmäßig 20-30 Samenkörner. Basilikum ist ein Lichtkeimer, deshalb über die Samen nur ganz dünn Erde sieben und leicht andrücken. Nach ca. 5 bis 10 Tagen kommen die ersten Keimblättchen.

Nun kann man den Anzuchttopf auf einen Untersetzer stellen und diesen zur Bewässerung der Pflanze mit Wasser befüllen. Sobald die jungen Pflanzen mindestens zwei Laubblattpaare pro Stängel gebildet haben, sind sie zur Auspflanzung bereit.

Wer lieber eine vorgezogene Jungpflanze für die Fensterbank kauft, evtl. auch zum späteren Umzug ins Freie, sollte dies nicht zu früh tun. Die Pflanzen leiden sonst unter dem fehlenden Tageslicht. Ein guter Zeitpunkt ist ein bis zwei Wochen vor dem Umzug bzw. die Auspflanzung ins Freie. 

Pflanzung ins Beet:
Zum Abhärten sollte man die vorgezogenen oder gekauften Jungpflanzen eine Woche vor der Auspflanzung tagsüber ins Freie stellen. Auspflanzen kann man ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen.

Basilikum bevorzugt nährstoffreichen, lockeren und wasserdurchlässigen Boden. Zum Einpflanzen das Pflanzloch ausheben. Die ausgehobene Erde 1:1 mit Kompost (ca. 1L) mischen und das Pflanzloch um die Pflanze damit auffüllen. Die Topfballenoberkante soll eben sein mit der Bodenoberkante.

Pflanzung in Pflanzgefäße:
Das Pflanzgefäß sollte einen Durchmesser von etwa 20 cm haben, ebenso hoch sein und muss eine Wasserabflussöffnung haben, die man mit ein paar Tonscherben abdeckt. Nasse Füße können für die Pflanze gefährlich werden. Als Substrat eignet sich Gemüseerde (keine Kräutererde verwenden).  Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen…“.


Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Basilikum ist ein Mittelzehrer. Zusätzlich dieser Grunddüngung und dem Kompost bei der Pflanzung benötigt Basilikum von Juni bis September weitere Düngungen. Für Beetpflanzen und für Topfpflanzen reichen dafür, 2-wöchentlich, etwas organischer Flüssigdünger.

Die Erde mäßig feucht halten. Beim Gießen sollten die Blätter möglichst trocken bleiben, um Pilzinfektionen nicht zu begünstigen. Am besten den Basilikumtopf auf eine Unterschale stellen und diese mit Wasser füllen. 

Wenn die Pflanze ca. 15 bis 20 cm hoch ist kann man die Triebspitzen oberhalb des letzten voll ausgebildeten Blattpaares entfernen (Entspitzen). Dies regt die Triebverzeigung an, die Pflanze wird buschiger und man hat schon die erste Ernte. . Welke Blätter sollte man bald entfernen.

Bei anhaltend nassem Wetter und/oder Temperaturen unter 10 °C sollte man Pflanzen im Freien mit einer Pflanzenhaube oder einem Vlies gegen Kälte Wind und Regen schützen. Einfach geht’s mit Topfpflanzen, die man notfalls für ein paar Tage drinnen aufstellen kann.

Basilikum kann von unterschiedlichen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Beispielsweise von Schädlingen wie Blattläusen, Schnecken, Minierfliegen, Tripsen oder von Pilz- Infektionen wie Grauschimmel. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.   


Lebensdauer und Überwintern

Basilikum ist sehr kälteempfindlich und überlebt Temperaturen unter 10 nicht lange. Besonders die schwankenden Temperaturen im Frühjahr oder Herbst können der Pflanze bereits erheblich schaden. Deshalb ist die Pflanze bei mitteleuropäischen Klimaverhältnissen einjährig.


Ernten und haltbarmachen

Wenn die Triebe 6 Blattpaare und mehr haben, werden sie über dem 2. Blattpaar abgeschnitten, dadurch verzweigt sich die Pflanze gut. Gleichzeitig verzögert man dadurch die Blütenbildung, wovon das Blattwerk profitiert. Bis zur Blüte hat das Kraut das beste Aroma. Ernten sollte man regelmäßig. Falls zu viel anfällt macht man Pesto oder dem Nachbarn eine Freude.

Im Frühherbst, wenn kalte Temperaturen drohen und ohnehin kein Wachstum mehr stattfindet, kann man auch die komplette Pflanze ernten.

Die beste Möglichkeit Basilikum haltbar zu machen ist die Verarbeitung zu Pesto oder man legt es kleingehackt in Olivenöl mit etwas Salz und Knoblauch ein. Im Kühlschank hält es sich im verschlossenen Glas, mit Öl bedeckt, gut eine Woche. Oder man friert es direkt nach der Herstellung ein.


Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Basilikum ist ein Klassiker unter den mediterranen Aromen. Um das volle Aroma zu erhalten, das Kraut nicht waschen, sondern nur leicht abduschen, trockenschütteln und möglichst frisch verzehren.

Essbar sind Blätter und Blüten. Basilikum nicht erhitzen und nicht ins Salatdressing geben, sondern die Blätter, ganz oder grob gehackt, kurz vor dem Servieren über die fertigen Salate, Soßen, Gemüsegerichte und Nudelgerichte streuen, oder eben zu Pesto verarbeiten.