Salat (Blattsalat, Pflücksalat)

Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Gattung: Lattiche (Lactuca)
Art: Gartensalat (Lactuca sativa)

Ein kleiner Beilagensalat zum Abendessen, ein besonderer Genuss, wenn er frisch geerntet und knackig zubereitet ist. Dazu braucht es oft nicht gleich einen ganzen Salatkopf – sehr sinnvoll, wenn man genau die richtige Salatmenge ernten kann. Nichts verdirbt, frischer geht es nicht.

Wer dem zustimmen kann sollte sich ein paar Pflanzen Pflücksalat, auch Blatt- oder Schnittsalat genannt, anbauen. Pflücksalat bildet reichlich Blätter, aber im Gegensatz zu Kopfsalaten, kein kompaktes Herz. Wählt man eine schossfeste Sorte, können die Blätter über einen langen Zeitraum portionsweise gepflückt werden.

In meinem Genussgarten baue ich Lollo Bionda (grüner Lollo) und Red Salad Bowl (roter Eichblattsalat) an.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Salat bevorzugt im Frühjahr und Herbst vollsonnige und im Sommer halbschattige Standorte.

Pro Salatpflanze sollte man einen Platzbedarf von ca. 25 bis 30 cm Durchmesser berücksichtigen. Wachsen die Pflanzen zu dicht nebeneinander besteht die Gefahr, dass sie bei feuchter Witterung faulen.

Salat verträgt sich in Mischkulturen mit den meisten Gemüsearten und Kräutern recht gut.

Nicht gut passt er zu Sellerie, Petersilie, Kartoffeln und Estragon.

Salat eignet sich gut als Vorkultur zu Aubergine, Bohnen, Erbsen, Fenchel, Gurken, Möhren, Kohlarten, Lauch, Paprika und Rote Bete.

Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Bereits ab Mitte März können einige Salatsorten direkt ins Freiland gesät werden, je nach Sorte bis Ende Juli .

Für die Aussaat zieht man eine ca. 5-10 mm tiefe Rille (Dunkelkeimer). Sehr lockeren Boden drückt man vor dem Ausbringen des Samens etwas an. Die Samenkörner möglichst gleichmäßig und nicht zu dicht einbringen, mit Erde bedecken leicht andrücken, angießen und während der Keimzeit feucht halten.

Die minimale Keimtemperatur liegt bei ca. 4 °C. Die optimale Keimtemperatur ist sortenspezifisch unterschiedlich. Sie beträgt beispielsweise bei Red Salad Bowl ca. 8-16 °C, bei Lollo Bionda/Rossa ca. 12-18 °C.  Die Keimung dauert je nach Sorte ca. 1 bis 2 Wochen. Durch zu hohe Temperaturen kann es, besonders bei Aussaat im Sommer, zu Keimhemmung kommen. 

Die frische Aussaat ist bei Vögeln sehr beliebt, ein Schutz z.B. aus Maschendraht schafft Abhilfe. Drohen Nachtfröste ist es ratsam die Saat bzw. die Keimlinge und Jungpflanzen mit einem Vlies zu schützen.

Sät man z.B. im Monatsabstand nach, kann man vom Frühjahr bis in den Herbst Salat ernten.

Salat bevorzugt lockerere, humusreiche Erde.  Er wächst auch sehr gut in Pflanzgefäßen, z.B. einem Blumenkasten, 10 cm Höhe sind ausreichend. Als Substrat eignet sich Gemüseerde. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen“.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich. Für Salat in Pflanzgefäßen ist eine monatliche Gabe von etwas organischem Flüssigdünger ausreichend.

Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, aber nicht zu nass sein.

Salat von unterschiedlichen Schädlingen und Krankheiten befallen werden, z.B. von Blattläusen, Schnecken, Erdraupen, Drahtwürmern, Minierfliege, Miniermotte oder dem Salatmosaikvirus. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.

Ernten und haltbar machen

Die Ernte kann etwa 6 Wochen nach der Aussaat, also bestenfalls ab ca. Ende April beginnen. Hat man den möglichen Aussatzeitraum gut genutzt und die geeigneten Sorten nachgesät kann bis etwa Oktober geerntet werden.

Bei Pflücksalat schneidet man immer nur die äußeren, unteren Salatblätter ab, wodurch der Herztrieb am unteren Teil blattfrei wird, während am oberen Teil immer wieder neue Blätter nachwachsen.

Haltbar machen kann man Pflücksalat nur, indem man die Erinnerung an die lecker zubereiteten Salate der vergangenen Saison bewahrt.

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Frisch geernteter Salat, ein gutes Öl, ein guter Essig, frische Gewürzkräuter etwas Salz und Pfeffer – auf dieser Grundlage und weiterer, beliebiger Zutaten lassen sich spielend unzählige Variationen und damit Abwechslung auf den Tisch bringen. So bekommt jeder seinen Salat.