Rote Bete

Rote Bete
Rote Bete

Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Art: Rote Bete (Beta vulgaris L. ssp. vulgaris var. conditiva Alef.)

Die kräftig gefärbten Knollen sind nicht nur dekorativ, sondern auch sehr gesund. Je nach Sorte sind die Rüben rund, plattrund oder länglich, tiefrot bis gelb und haben innen auch mal rot-weiße Ringe.

In meinem Genussgarten wächst die Sorte „Gesche“ mit glatter Schale und tiefrotem Fruchtfleisch.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Rote Bete bevorzugen sonnige Standorte, kommen aber auch mit Halbschatten klar.

Pro Pflanze sollte man einen Platzbedarf von ca. 15 cm Durchmesser berücksichtigen.

Nach dem Anbau von Roten Beten sollte im selben Beet eine Anbaupause von 3 Jahren für Fuchsschwanzgewächse, zu denen neben Rote Bete z.B. auch Mangold und Spinat gehören, eingehalten werden.

Gute Partner für Rote Bete in Mischkulturen sind Bohnenkraut, Bohnen, Dill, Kohlrabi und Zwiebeln.

Schlechte Nachbarn für Rote Bete sind Aubergine, Kartoffeln, Mangold, Petersilie, Spinat und Tomaten.

Als Vorkultur sind Kohlrabi, Radieschen und Salat gut geeignet

Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Für eine frühe Ernte kann man Rote Bete ab Mitte April direkt ins Beet säen, für den Wintervorrat ist der Juli/August ein guter Zeitpunkt zu Aussaat. Das Beet sollte nicht frisch gedüngt sein.

Die Samen werden mit ca. 3 cm Erde bedeckt (Dunkelkeimer). Die minimale Keimtemperatur liegt bei ca. 8 °C, optimal sind ca. 16-20 °C. Die Keimung dauert 2-3 Wochen. Die frische Aussaat ist bei Vögeln sehr beliebt, ein Schutz z.B. aus Maschendraht schafft Abhilfe.

Drohen Nachtfröste ist es ratsam die Saat bzw. die Keimlinge und Jungpflanzen mit einem Vlies zu schützen.

Wer sich lieber ein paar Pflanzen vorzieht, kann damit etwa Mitte bis Ende März beginnen. Die grundsätzliche Vorgehensweise ist unter dem Thema „Jungpflanzen aus Saatgut vorziehen…“ beschrieben. Dort finden Sie wichtige Hinweise und Informationen zur Anzucht kräftiger und gesunder Setzlinge.

Als Substrat für die Anzucht eignet sich Anzuchterde.  Als Anzuchtgefäße kann man einzelne Fasertöpfchen verwenden, Durchmesser ca. 6 cm, in die man jeweils ein Samenkorn gibt und mit ca. 3 cm Erde bedeckt.

Rote Bete bevorzugen tiefgründige gelockerte, humusreiche Erde.

Rote Bete bilden tiefe Wurzeln. Sollen sie in Pflanzgefäßen wachsen, müssen diese ausreichend hoch sein, mindestens 25 cm. Für Rote Bete im Kübel eignet sich Gemüseerde. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen“.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Für den Mittelzehrer ist eine zusätzliche Düngung, alle 4 Wochen mit etwas organischem Streudünger ausreichend. Für Kübelpflanzen eignet sich ein organischer Flüssigdünger.

In möglichst gleichmäßig feucht gehaltenem Boden werden die Knollen zart und saftig. Staunässe muss aber unbedingt vermieden werden.

Rote Bete sind zwar recht unempfindlich, können aber dennoch von unterschiedlichen Schädlingen und Krankheiten befallen werden, z.B. von Schnecken, Blattläusen, Minierfliegen/Miniermotten, Erdraupen, Mehltau, und der Blattfleckenkrankheit. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.

Ernten und haltbar machen

Je nach Verwendung erntet man schon kleine, golfballgroße Knollen, z.B. als Zugabe zu Rohkostsalaten oder größere Knollen für eine Gemüsezubereitung. Will man rote Bete lagern, wartet man mit der Ernte bis die Blätter anfangen zu welken, ein Zeichen dafür, dass die Knollen ausgewachsen sind. Beim Ernten darauf achten, dass die Knollen nicht verletzt werden und dadurch „ausbluten“.  Blätter deshalb am besten oberhalb der Herzblätter mit der Hand abdrehen.

Hat man einen kühlen (unter ca. 8 °C) und frostfreien Raum, kann man unverletzte Früchte in einer Holzkiste in feuchtem Sand mehrere Monate lagern. Ansonsten kann man Rote Bete auch wenige Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Weitere Möglichkeiten sind Einlegen oder Einfrieren. Dazu werden die Knollen vorher gekocht, geschält und in Stücke geschnitten.

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Verwendet werden die Knollen ab Golfballgröße bis zur Vollreife- Größe, sowie die jungen Blätter als Salatbeigabe.

Ob roh oder gegart, Rote Bete sind etwas Besonderes und sie sind gesund. Meine Lieblingszubereitung kommt aus der fernöstlichen Küche, mit Zwiebeln, Knoblauch, Curry, Koriander, Salz und Kokosmilch. Das Gemüse wird zunächst angedünstet, gewürzt, mit etwas Gemüsebrühe abgelöscht, dann mit der Kokosmilch aufgegossen und fertiggegart.