Mangold

Stielmangold
Stielmangold

Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Art: Mangold (Beta vulgaris L. var. vulgaris)

Mangoldsorten lassen sich in folgenden Gruppen zusammenfassen:
     Stiel-Mangold – hat fleischige, dekorative Stiele in weiß, gelb oder rot
     Schnitt-Mangold – hat dünne Stiele, die Blätter sind ähnlich wie Spinat zu verwenden
     Blatt-Stielmangold – zwischen Stiel-Mangold und Schnitt-Mangold

Meine Wahl fällt auf Stielmangold, Sorte Feurio. Er ist robust im Anbau und in der Küche vielfältig zu verwenden. Außerdem ist er im Gemüsebeet sehr dekorativ. 

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Mangold bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Pro Pflanze sollte man einen Platzbedarf von ca. 30 cm Durchmesser berücksichtigen.

An Stellen, wo bereits Mangold stand, sollte man für Fuchsschwanzgewächse, zu denen neben Mangold z.B. auch Rote Bete und Spinat gehören, eine Anbaupause von 4 Jahren einhalten.

Gute Partner für Mangold in Mischkulturen sind Bohnen, Möhren, Kohlarten, und Radieschen.

Schlechte Nachbarn für Mangold sind Rote Bete und Spinat.

Als Vorkultur gut geeignet sind Feldsalat und Radieschen.

Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Ab Ende März kann man Mangold aus Saatgut vorziehen. Die grundsätzliche Vorgehensweise ist unter dem Thema „Jungpflanzen aus Saatgut vorziehen…“ beschrieben. Dort finden Sie wichtige Hinweise und Informationen zur Anzucht kräftiger und gesunder Setzlinge.

Die minimale Keimtemperatur beträgt je nach Sorte ca. 10 °C, optimal sind ca. 18-22 °C. Als Substrat für die Anzucht eignet sich Anzuchterde.  Als Anzuchtgefäße kann man einzelne Fasertöpfchen, Durchmesser ca. 6 cm, in die man jeweils ein Samenkorn gibt und mit 2-3 cm Erde bedeckt.

Die Keimzeit beträgt ca.2 Wochen. Während dieser Zeit und bis die Jungpflanze kräftig genug zur Auspflanzung ist, das Substrat leicht feucht halten, Nässe aber vermeiden.

Weil Mangold tief wurzelt, muss man darauf achten, dass man die Jungpflanze früh genug, d.h. sobald sich die Wurzeln am Topfboden zeigen, mitsamt den Fasertöpfchen ins Beet umsetzt.

Ab Mitte April kann Mangold direkt ins Freiland gesät bzw. die vorgezogenen Pflanzen ins Freiland gesetzt werden.

Mangold bevorzugt tiefgründigen, lockeren, humosen und nährstoffreichen Boden. 

Mangold bildet tiefe Wurzeln. Soll er in Pflanzgefäßen wachsen, müssen diese ausreichend hoch sein, bei Stielmangold mindestens 25 cm. Als Substrat für Mangold im Kübel eignet sich Gemüseerde. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen“.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Zusätzlich zu dieser Grunddüngung ist für den Mittelzehrer, von Mai bis September, eine 3-4 wöchentliche Düngung, mit einem organischen Flüssigdünger ausreichend. Kübelpflanzen kann man 2- wöchentlich mit etwas organischem Flüssigdünger versorgen.

Der Boden sollte gleichmäßig leicht feucht gehalten werden.

Mangold kann von unterschiedlichen Schädlingen und Krankheiten befallen werden, z.B. von Blattläusen, Minierfliegen/Miniermotten, Mehltau und dem Rübenmosaikvirus. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.

Überwintern

Mangold ist eine zweijährige Pflanze, sie verträgt leichte bis mittlere Fröste. Die weißstieligen Sorten sind am unempfindlichsten, die gelbstieligen am empfindlichsten, rotstieligen liegen dazwischen. In jedem Fall ist ein Winterschutz, z.B. eine Laubschicht, ratsam, mit der der Wurzelstock vor Frost geschützt wird. Die Pflanze kann natürlich auch nur einjährig angebaut werden.

Ernten und haltbar machen

Die Ernte von Stiel-Mangold kann ca. zwei bis drei Monate nach der Aussaat beginnen. Dazu immer nur die äußeren Blätter etwa 5 cm über dem Boden abschneiden und das „Herz“ unverletzt lassen. Die Pflanze kann somit weiter austreiben und über mehrere Monate hinweg geerntet werden.  Am besten sind die Blätter, wenn sie geerntet werden solange sie nicht zu groß sind.

Wer Mangold überwintern lässt, kann sich schon relativ früh auf die Ernte der frischen Blätter freuen. Danach kann man die Pflanze noch blühen lassen und auch Saatgut gewinnen, oder aus dem Beet entfernen, um Platz für die nächste Gemüsesaison zu schaffen.

Für den Wintervorrat kann man Mangold einfrieren, vorher blanchieren und in Eiswasser abschrecken. Mir ist dieser Aufwand allerdings zu groß, weil aus relativ großem Blattvolumen eine nur vergleichsweise kleine Menge gefrierfertiger Mangold bleibt.

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Mangold sollte nach der Ernte möglichst rasch verarbeitet werden. Verwendet werden Blätter und Stiele. Der hohe Oxalsäuregehalt des Mangoldes reduziert sich, wenn das Gemüse gegart wird. Wegen des Nitratgehalts und der Gefahr von Nitritbildung soll Mangold nicht lange warmgehalten werden. Aus dem selben Grund sollte man Mangold sehr zügig aufwärmen und dann auch gleich verzehren.

Sehr lecker sind Gerichte mit Mangold, gedünstet mit Zwiebeln und Knoblauch, dazu Kartoffeln und Fisch. Beträufelt man den fertig zubereiteten Mangold mit reichlich Zitrone, schmeckt’s besonders gut. Durch das Vitamin C der Zitrone wird außerdem die Bioverfügbarkeit des im Mangold enthaltenen Eisens erhöht.