Kohlrabi

Kohlrabi
Kohlrabi

Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Gattung: Kohl (Brassica)
Art: Gemüsekohl (Brassica oleracea var. gongylodes)

Ob cremeweiß, hellgrün, blau oder violett, Kohlrabi ist ein unkompliziert anzubauendes Gemüse mit mildem, aber unverkennbaren Aroma. Ein Gemüse, das sogar bei Kindern beliebt ist. 

Sorten in meinem Genussgarten: Azur Star, eine sehr frühe, blaue Sorte und Rasko, eine mittelfrühe, weiße Sorte.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Kohlrabi bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte.
Pro Pflanze sollte man einen Platzbedarf von ca. 20 cm Durchmesser berücksichtigen.

An Stellen wo bereits Kohlrabi oder andere Kohlarten standen, sollte man eine 4-jährige Anbaupause für Kohlrabi einhalten.

In der Mischkultur passt Kohlrabi gut zu Auberginen, Bohnen, Dill, Erbsen, Lauch, Ringelblumen, Rote Bete, Salat, Spinat und Tomaten.

Ungünstige Nachbarn sind andere Kohlarten und Fenchel.

Als Vorkultur für späte Kohlrabisorten sind Salat, Spinat und Radieschen gut geeignet. Als Nachkultur eignen sind Feldsalat und Lauch.

Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Je nach Sorte kann man Kohlrabi bereits ab Anfang Februar aus Saatgut vorziehen. Die grundsätzliche Vorgehensweise ist unter dem Thema „Jungpflanzen aus Saatgut vorziehen…“ beschrieben. Dort finden Sie wichtige Hinweise und Informationen zur Anzucht kräftiger und gesunder Setzlinge.

Die minimale Keimtemperatur beträgt je nach Sorte ca. 10 °C, optimal sind ca. 14 bis 20 °C. Als Substrat für die Anzucht eignet sich Anzuchterde.  Als Anzuchtgefäße verwende ich einzelne Fasertöpfchen, Durchmesser ca. 8 cm, in die ich jeweils ein Samenkorn gebe und mit 1 cm Erde bedecke (Dunkelkeimer).

Die Keimzeit beträgt ca.2 Wochen. Während dieser Zeit und bis die Jungpflanze kräftig genug zur Auspflanzung ist, das Substrat feucht halten, aber nicht zu nass.

Nach der Keimung sollten die jungen Pflanzen kühler gestellt werden. Die frühen Sorten können ab Mitte März, die späteren ab Mitte April bis Anfang August ins Freiland gesetzt werden. Die Knollen sollten nicht auf der Erde aufliegen, sonst besteht die Gefahr, dass sie faulen.

Kohlrabi bevorzugen einen durchlässigen, humusreichen Boden. Etwas Gartenkalk beugt Kohlhernie vor.

Für den Anbau von Kohlrabi im Pflanzgefäß (min. 15 cm Höhe), verwendet man am besten Gemüseerde oder lockere, humusreiche Gartenerde, der man zur Verbesserung der Wasserdurchlässigkeit noch ca. 10% Sand beimischt. Weitere wichtige Hinweise siehe Thema „Kübelpflanzen“.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Zusätzlich versorgt man dem Mittelzehrer, 3 Wochen und 6 Wochen nach der Pflanzung, mit einer Handvoll Kompost pro Pflanze oder alternativ mit etwas organischem Streudünger. Für Kohlrabi in Pflanzgefäßen eignet sich organischer Flüssigdünger, ca. alle 2-3 Wochen.

Damit die Knollen nicht holzig werden, soll die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden.

Kohlrabi können von unterschiedlichen Schädlingen und Krankheiten befallen werden, z.B. von Schnecken, Larven des Kohlweißlings, Kohlgallenrüssler, Kohlfliege, Erdraupen, weißer Fliege, Blattwanzen, falschem Mehltau, und Kohlhernie. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.

Ernten und haltbar machen

Je nach Sorte kann Kohlrabi bereits ca. zehn bis zwölf Wochen nach der Aussaat geerntet werden. Die Knollen wachsen unterschiedlich schnell wodurch man das Gemüse über mehrere Wochen frisch ernten und genießen kann. Die Knollen werden am Strunk abgeschnitten, der Strunk und die Wurzeln aus der Erde entfernt.

Im Kühlschrank halten sich die Knollen bis zu einer Woche. Kohlrabi kann auch gut eingefroren werden. Dazu den Kohlrabi schälen, in Stücke schneiden, blanchieren, in Eiswasser abkühlen, gut abtropfen und im Gefrierbeutel einfrieren. 

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Neben der Knolle können auch die jungen Blätter (Herzblätter) verwendet werden. Mit ihrem hohen Vitamin C- und Mineralstoffgehalt sind sie eine gesunde Zutat zu frischen Salaten.

Die Knolle kann in vielfältiger Weise zubereitet werden. Ob roh, gekocht, gedünstet oder gebraten, schmeckt Kohlrabi am besten, nur mit etwas Salz, etwas brauner Butter und Zitrone oder einer nur leicht gewürzten Sahnesoße.

Auch sehr lecker ist eine orientalische Variante, für die man Kohlrabistifte mit gemahlenem Koriander und Kreuzkümmel brät und vor dem Servieren etwas Salz und Koriandergrün drüber streut.