Feldsalat

Feldsalat

Familie: Geißblattgewächse‎ (Caprifoliaceae)
Gattung: Feldsalat (Valerianella)
Art: Gewöhnlicher Feldsalat (Valerianella locusta)

Sind die Sommersalate und die Sommergemüsesorten bereits abgeerntet, kann man die frei gewordenen Beete zum Anbau von Feldsalat nutzen. Feldsalat ist gegen Kälte und Nässe recht robust und kann auch in den Wintermonaten geerntet werden..

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Überwintern
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Feldsalat bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Gute Beet- Nachbarn für Feldsalat sind alle Gemüsearten und Kräuter.

Feldsalat ist als Vorkultur und auch als Nachkultur zu fast allen Gemüsearten gut geeignet. Eventuelle Ausnahmen sind mir keine bekannt.

Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Für die Herbsternte sät man Feldsalat ab Mitte August bis Mitte September, für die Winter- bzw. Frühjahrsernte sät man im Oktober. Wer will kann noch mal Anfang März für eine späte Frühjahrsernte säen, aber dann kann man ja bereits auch die frühen Blattsalate anbauen.

Feldsalat säht man am besten in Reihen aus. Für die Aussaat zieht man eine ca. 2 cm tiefe Rille. Sehr lockeren Boden drückt man vor dem Ausbringen des Samens etwas an. Die Samenkörner möglichst gleichmäßig im Abstand von etwa 5-8  cm einbringen, mit Erde bedecken leicht andrücken, angießen und während der Keimzeit feucht halten.

Die minimale Keimtemperatur beträgt ca. 6 °C, optimal sind etwa 15 bis 20 °C. Die Keimzeit beträgt ca. 8-14 Tage.

Falls man zu dicht gesät hat entfernt man die schwächeren Pflänzchen (Verziehen), damit die andern mehr Platz bekommen und sich besser entwickeln können. Pflanzabstand je nach Sorte ca. 5-8 cm.

Feldsalat gedeiht am besten in durchlässigem, humusreichem und etwas kalkhaltigem Boden.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Feldsalat ist ein Schwach- bis Mittelzehrer, der in der Regel als Nachkultur zu Gemüse angebaut wird. Besonders wenn vorher starkzehrendes Gemüse wuchs, enthält der Boden meist noch genügend Nährstoffe, sodass keine weitere Düngung benötigt wird. Ansonsten ist es ausreichend, wenn man vor der Aussaat etwas organischen Streudünger oberflächlich in den Boden einarbeitet.

Auch der Wasserbedarf ist mäßig, es reicht den Boden leicht feucht zu halten.

Feldsalat ist recht robust gegen Schädlinge und Krankheiten. Am ehesten möglich ist der Befall durch Blattläuse oder durch falschen Mehltau. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte.

Überwintern

Die Winterernte sollte bei starkem Frost und starker Sonneneinstrahlung mit einem Vlies geschützt werden. Schneebedeckt ist Feldsalat ausreichend geschützt.

Nicht alle Sorten sind für den Winteranbau geeignet.

Ernten und haltbar machen

Je nach Zeitpunkt der Aussaat kann Feldsalat ungefähr von Oktober bis März geerntet werden. Dazu die gesamte Pflanze abschneiden, die Wurzeln verbleiben im Boden. Erntet man nur einzelne Blätter, wächst die Pflanze weiter und kann mehrfach beerntet werden. Pflanzen, die schon zur Blütenbildung ansetzen schmecken bitter, diese besser kompostieren, oder als Gründüngung ins Beet einarbeiten.

Ein paar Tage lang bleibt er im Kühlschrank frisch. Zum haltbar machen fällt mir sonst nichts ein, es muss also alles aufgegessen werden.

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Feldsalat wird am besten erntefrisch verzehrt, oder spätestens wenige Tage nach der Ernte und kühler Lagerung. Als Beilage oder als Hauptgericht lassen sich zahlreiche Variationen zaubern. Meine Lieblingszutaten zu Feldsalat sind, neben Essig, Salz und Pfeffer ein gutes Traubenkernöl oder Kürbiskernöl, leicht angeröstete Kürbiskerne, Tomatenwürfel, ein wenig frisch gehackter Knoblauch und etwas gemahlener Rosmarin.