Buschbohnen

Buschbohnen

Familie: Schmetterlingsblütler
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Gattung: Bohne (Phaseolus spp.)
Art: Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris)
Unterart: Buschbohnen (Phaseolus vulgaris var. Nanus)

Die Sortenvielfalt bei Buschbohnen ist groß. Es gibt frühe, mittlere und späte Sorten in den Hülsenfarben grün, gelb, blau-violett, Sorten mit längeren und kürzeren Hülsen, robuste und weniger robuste Sorten. Außerdem unterscheidet man Filetbohnen, die grün geerntet und weiterverarbeitet werden, Kernbohnen, von denen man nur die Bohnenkerne nutzt und „Zwiebohnen“, die früh geerntet wie Filetbohnen und spät geerntet wie Kernbohnen verwendet werden.

In meinem Genussgarten baue ich die Zwiebohne „Saxa“ an, eine alte und bewährte Sorte mit hellgrünen, ca. 10 bis 12 cm langen Hülsen und kräftigem Geschmack. Saxa keimt sehr gut und ist früh, lange und reich tragend.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über:

  • Wohlfühlplatz
  • Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden
  • Düngen, gießen, pflegen und schützen
  • Ernten und haltbarmachen
  • Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Wohlfühlplatz

Für Buschbohnen sind sonnige bis halbschattige Standorte am besten geeignet. Pro Pflanze sollte man einen Platzbedarf von ca. 40 cm Durchmesser berücksichtigen.

Bohnen kann man drei Jahre an derselben Stelle anbauen, danach ist ein Platzwechsel ratsam.  An der bisherigen Stelle sollten für die nächsten 3 Jahre dann keine Hülsenfrüchte angebaut werden.

Gute Mischkultur- Nachbarn für Bohnen sind Kohlarten, Gurken, Kartoffeln, Mangold, Rote Bete, Salat, Sellerie, Spinat, Zucchini, Bohnenkraut, Dill, Estragon und Ringelblumen.

Schlechte Nachbarn für Bohnen sind Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch und Zwiebeln.

Als Vorkultur gut geeignet sind Kohlrabi, Radieschen und Salat
Als Nachkultur eignen sind Feldsalat, Endiviensalat, Romana-Salat, späte Kohlarten.

Aussaat, Pflanzung, geeigneter Boden

Buschbohnen sät man, Mitte Mai nach den Eisheiligen, direkt ins Beet, mit einem Abstand von 40cm zwischen den Saatbohnenkernen. Die Bohnenkerne werden ca. 3cm tief in die Erde gesteckt. Sind noch sehr kalte Nächte zu erwarten sollten Samen bzw. Jungpflanzen durch ein Vlies geschützt werden.

Die minimale Keimtemperatur beträgt ca. 10 °C, optimal sind etwa 18 bis 24 °C. Die Keimzeit beträgt ca. 1 Woche.  Während dieser Zeit und bis die Jungpflanze kräftig genug ist, den Boden feucht halten.

Bald nach dem Aufgehen der Keimlinge kann bereits etwas angehäufelt werden, was die Standfestigkeit der Keimlinge erhöht und zusätzliches Wurzelwachstum fördert. Sinnvoll ist ein Stützstab, an dem man die Pflanze später hochbinden kann.

Bohnen bevorzugen humusreiche, etwas kalkhaltige und lockere Erde.

Düngen, gießen, pflegen und schützen

Pflege des Gartenbodens und Düngung sind im naturnah geführten Garten untrennbar miteinander verbunden. Mit der im Kapitel „Mulchen und Düngen kombiniert…“ beschriebenen Methode, ist für alle Pflanzen bereits für eine gute Grunddüngung gesorgt.

Buschbohnen sind Schwachzehrer und benötigen darüber hinaus keine weitere Düngung.

Vor der Blüte sollen Buschbohnen nur mäßig gegossen werden. Während Blütezeit und der Fruchtbildung benötigen Buschbohnen dann etwas mehr Wasser. Blätter und Blüten sollten aber möglichst trocken bleiben.

Nach der Ernte werden die Pflanzen bodennah abgeschnitten. Die Wurzeln verbleiben in der Erde. Sie liefern Stickstoff für die Folgekultur.

Buschbohnen können von unterschiedlichen Schädlingen wie der schwarzen Bohnenblattlaus, Weiße Fliege, Schnecken, Erdraupen, Blattwanzen oder Krankheiten z.B. Brennfleckenkrankheit, Grauschimmel, Bohnenmosaikvirus, Fusarium-Welke befallen werden. Vorbeugung und Abwehrmaßnahmen sind im Kapitel „Pflanzenschutz, am besten natürlich“ beschrieben. Sie gelten prinzipiell für alle Pflanzen und berücksichtigen besonders den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Garten und unseren Anspruch auf eine pestizidfreie Ernte. 

Ernten und haltbar machen

Filetbohnen werden früh geerntet, wenn sich die Bohnenkerne noch kaum ausgebildet haben. Fängt man früh mit der Ernte an und erntet regelmäßig, fördert dies die weitere Fruchtbildung.

Kernbohnen erntet man, wenn die Bohnenkerne reif und Hülsen bereits trocken sind. Dann wird die ganze Pflanze bodennah abgeschnitten und an einem trockenen und luftigen Platz kopfüber aufgehängt, bis die Hülsen gut durchgetrocknet sind. Alternativ kann man die Fruchttriebe mit den Bohnenhülsen abschneiden und zum Trocknen auf ein Gitter legen. Die gut getrockneten Bohnenkerne lassen sich, luftdicht verschlossen, kühl und dunkel gelagert einige Monate aufbewahren.

Bei „Zwiebohnen“ hat man beide Möglichkeiten, man kann grüne oder bereits trockene Bohnen ernten, während weitere Bohnen nachwachsen.

Vom Garten auf den Teller, Frische genießen

Bohnen und Bohnenkraut sind zwar ein gutes Duo, aber für meinen Geschmack nicht das beste. Viel lieber verwende ich eine ordentliche Portion grob gemahlenen Rosmarin, den ich in den letzten paar Minuten der Garzeit zugebe, z.B. über gedünstete grünen Bohnen mit Tomaten und Knoblauch, etwas Salz und Pfeffer. Schmeckt einfach gut.
Sehr lecker sind Gerichte mit getrockneten Bohnen (über Nacht eingeweicht und dann gekocht -versteht sich von selbst) z.B. als Bohneneintopf, Bohnen mit frischem Salbei oder Bohnen als Salatzutat z.B. in Kombination mit Kichererbsen, Tomate, Gemüsezwiebeln und Tunfisch.