Wann beginnt das Gartenjahr und wann endet es?

Wenn man es kalendarisch ausdrücken will beginnt es am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Tatsächlich hat es weder Anfang noch Ende, es ist einfach immer. Das bedeutet natürlich, dass es auch immer etwas zu tun gibt. Aber was könnte man jetzt, in den kalten Monaten Januar und Februar im oder für den Garten tun?

Es ist mehr als man denkt, nachfolgend einige Anregungen:

Kontrollieren ob der Winterschutz für schutzbedürftige Pflanzen noch intakt ist. Zum Winterschutz gehören neben dem Schutz vor Kälte auch der Schutz vor starker Sonnenstrahlung besonders nach eisigen Nächten, vor starken Temperaturschwankungen und vor eisigem, trockenem Wind. Ob und welchen Winterschutz eine mehrjährige Pflanze benötigt, steht in der jeweiligen Pflanzenbeschreibung in den Kapiteln Kräuter, Gemüse und Salat und Obst unter dem Punkt „Überwintern“.

Kübelpflanzen an frostfreien Tagen ein wenig gießen. Viele Pflanzenschäden, die im Winter entstehen sind nicht durch Frost direkt, sondern durch Trockenheit verursacht, wenn das gefrorene Wasser nicht von der Pflanze aufgenommen werden kann. Dies gilt besonders für immergrüne Pflanzen. Aber auch bei laubabwerfenden Pflanzen sollte der Wurzelballen nie komplett ausgetrocknet sein.

Beetbelegung planen. Das bedeutet schon jetzt festlegen, welche Nutzpflanzen an welchem Platz wachsen sollen. Dabei besonders auf einen Anbau in Mischkultur, auf Fruchtwechsel und die Fruchtfolge achten. Das kann leicht etwas anspruchsvoll werden, vergleichbar mit einem Puzzle, bei dem jedes Teil sich nur an seiner bestimmten Stelle sinnvoll einfügt. Gut also, wenn man einen Plan hat, bevor es mit säen und Pflanzen los geht.

Saatgut für die neue Gartensaison auswählen und beschaffen, dabei auf gute Qualität achten und sich auch mit dem Thema Kultursaatgut im Gegensatz zu F1- Saatgut befassen.

Informationen beschaffen über Anbau und Pflege von Kräutern, Gemüse und Obst, das man bisher nicht im Sortiment hatte. Dadurch gelingt der Start besser und mit den Pflanzen wächst die Aussicht auf eine üppige und gesunde Ernte.

Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschbäume (zumindest die kleineren, wie z.B. Säulenobstbäume) auf Frostspanner – Eiablage kontrollieren. Das Gelege des Schädlings kann leicht entfernt werden, wodurch man für die gesamte laufende Gartensaison diesen Punkt erledigt hat.

Gartenkresse in einer Schale an einem hellen Platz im Haus anbauen. Die Keimlinge sind gerade im Winter eine leckere und gesunde Zutat zu Salaten und Gemüsezubereitungen. Einfach ohne Erhitzen drüberstreuen und genießen. Das erhöht die Vorfreude auf den Gartenfrühling.

Im Februar den Feigenbaum zurückschneiden, bevor das neue Laub austreibt.

Im Februar kann man außerdem bereits die ersten Pflanzen vorziehen. Beispielsweise Kohlrabi, Schnittlauch oder Paprika. Gerade Paprika, der sehr lange braucht bis seine Früchte erntereif sind, sollte man schon recht früh vorziehen. Allerdings benötigt man dazu einen hellen und warmen Platz.

Es gibt also bereits im Januar und im Februar einiges zu tun, bevor es im März noch mehr zu tun gibt. Ich jedenfalls freue mich darauf.